CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

Schülersprachreisen nach Bournemouth Anzeige

26.7.2015   |   Produkttests - Verbraucher

Hitzeschock: Küchenutensilien aus Kunststoff nur schlecht gekennzeichnet

Anders als früher werden Küchengeräte, Geschirr und Behältnisse aus Kunststoff heute nicht nur zur Aufbewahrung von Essensresten oder zum Einfrieren von Lebensmitteln benutzt, sondern auch zum Backen, zum Aufwärmen in der Mikrowelle oder zum Kochen und Braten. Doch weil manche Kunststoffe bei heißen Temperaturen Schadstoffe an Lebensmittel abgeben, sind nicht alle Produkte dafür geeignet.

kueche

Ein Marktcheck der Verbraucherzentralen ergab, dass kein einziges von insgesamt 78 untersuchten Küchenutensilien die Anforderungen der vorgeschriebenen Kennzeichnung hinsichtlich Vollständigkeit, Lesbarkeit, Verständlichkeit und Dauerhaftigkeit erfüllte.

Geprüft wurden die Materialangabe sowie Temperatur- und Verwendungshinweise auf Melamingeschirr, Pfannenwendern, Mikrowellengeschirr und Silikonbackformen. „Das Ergebnis ist ernüchternd“, sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Die gesetzlich geforderten Angaben legen die Hersteller offenbar großzügig zu ihren Gunsten aus.“

Mehr zu Melamingeschirr >>

Obwohl Geschirr aus Melamin höchstens 70°C erwärmt werden darf, da ansonsten schädliche Bestandteile an das Lebensmittel abgegeben werden, fehlte beim überprüften Kindergeschirr bei jeweils rund der Hälfte der Produkte ein Hinweis auf die Maximaltemperatur sowie die Information „nicht geeignet für die Mikrowelle“.

Auch bei knapp der Hälfte der untersuchten Pfannenwender gab es keine Temperaturangaben. Der wichtige Hinweis „nicht in der heißen Pfanne liegen lassen“ war auf weniger als der Hälfte zu finden.

Beim Mikrowellengeschirr war die Material- und Temperaturangabe zwar weitgehend vorhanden, doch die Spanne der zulässigen Temperaturen war ungewöhnlich groß. Angegeben waren Werte zwischen 80°C und 240°C, und teilweise trugen Behälter und Deckel unterschiedliche Angaben, obwohl sie aus dem gleichen Material waren und eine ähnliche Hitzebeständigkeit aufweisen sollten.

Bei Backformen aus Silikon war die Materialangabe immer vorhanden, allerdings bei der Mehrzahl der untersuchten Produkte ausschließlich auf der Umverpackung. Nicht nachvollziehbar war auch hier, dass die zulässigen Temperaturen von 200°C bis 260°C reichten.

Es ist eine weit verbreitete Praxis der Hersteller, Gebrauchshinweise nicht in Worten, sondern ausschließlich in Piktogrammen darzustellen. Der Marktcheck zeigte jedoch, dass viele der verwendeten Zeichen entweder schlecht lesbar oder unverständlich sind. Aus diesem Grund fordern die Verbraucherzentralen einheitliche Piktogramme für verschiedene Anwendungen, die die Lebensmittelsicherheit gefährden, so zum Beispiel für die Hinweise „nicht mikrowellengeeignet“, „nicht für den Geschirrspüler geeignet“ oder „nicht in der heißen Pfanne liegen lassen“. Auch sollten diese Angaben dauerhaft und gut lesbar auf dem Produkt eingestanzt sein und nicht allein auf Aufklebern, Anhängern und Verpackungen stehen, die meist noch vor dem ersten Gebrauch entsorgt werden.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg e.V.
Internet: www.vzhh.de

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema

Sommersonne und Badevergnügen – auch Zecken sind jetzt aktiv!

Sommersonne und Badevergnügen – auch Zecken sind jetzt aktiv!

Strahlend blauer Himmel, spielende Kinder, Eis tropft vom Stiel: Die Badesaison im Freien ist wieder in vollem Gange. Wer jetzt unbedarft an seinem Eis schleckt, muss darauf..




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!


help
UV Warnungen und Prognosen

Aktueller UV-Index

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlen

Schädigungen der Haut durch UV Strahlung finden bereits lange vor einem Sonnenbrand statt. Dieser bzw. die Rötungen sind die extreme Schädigung und sichtbare Anzeichen einer Verbrennung durch Strahlung


Wichtiger Hinweis in eigener Sache…

wh2

Liebe Leserinnen und Leser...

Seit nun fast 9 Jahren informiere ich  fast täglich über – zugegebenermaßen – meist Negatives. Aber, je mehr Zeit investiert wird, desto weniger finanzieller Spielraum bleibt – CleanKids verursacht seit Jahren Kosten und vor allem anderweitige Ausfälle, die leider (noch) nicht gedeckt werden können.
CleanKids braucht Eure Unterstützung! | weiterlesen >

Aktuelle Tests…

Straßenmalkreide im Test

Das Testergebnis ist ein Debakel: Zehn Marken fallen durch, unter anderem wegen krebserregender Farbstoffe. Zum Glück gibt es auch sechs „sehr gute“ Produkte.


Sicherer Wasserspaß

Sicherer Wasserspass

Noch Stunden nach einem Badeunfall möglich
Sekundäres Ertrinken bei Kindern

Eltern sollten Kinder nach einem Badeunfall, bei dem ihre Schützlinge möglicherweise Wasser in die Lunge bekommen haben, beobachten

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse