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26.2.2013   |   Rückrufe Lebensmittel

Rückruf: Aflatoxine – METRO Cash&Carry ruft getrocknete Feigen zurück


Das betroffene Produkt war auch in Deutschland über Metro sowie Real Märkte im Handel, wurde dort jedoch nur aus den Regalen genommen. Eine Verbraucherinformation erfolgte nicht.

SymbolbildDie Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, kurz AGES informiert über einen Rückruf der METRO Cash&Carry Österreich

Wie METRO Cash&Carry Österreich mitteilt, wurde in einer Charge des Produkts „Elmas Getrocknete Feigen 250 g“ eine Kontamination mit Aflatoxinen (toxischen Stoffwechselprodukten von Schimmelpilzen) festgestellt.

Das betroffene Produkt war auch in Deutschland über Metro sowie Real Märkte im Handel, wurde dort jedoch nur aus den Regalen genommen. Eine Verbraucherinformation erfolgte nicht. Wir empfehlen auch deutschen Verbrauchern, das Produkt NICHT zu verzehren und zurückzubringen

Betroffen ist folgendes Produkt:

Produkt „Elmas Getrocknete Feigen 250 g“
Mindesthaltbarkeitsdatum 01.12.2013
Losnummer T0090-0575
Importeur: Tanay GmbH

Das Produkt ist nicht für den Verzehr geeignet und kann von den Konsumenten in allen Großmärkten der METRO Cash & Carry Österreich GmbH zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird rückerstattet.

METRO Cash & Carry Österreich GmbH kommt damit seiner Eigenverantwortung als Inverkehrbringer gemäß den lebensmittelrechtlichen Bestimmungen nach. Diese Warnung besagt nicht, dass die Gefährdung durch den Erzeuger, Importeur, Hersteller oder METRO Cash & Carry Österreich verursacht worden ist.

Vertrieb in Österreich:
METRO Cash & Carry Österreich GmbH
www.metro.at

Importeur:
Tanay GmbH
Gewerbering 8, D- 76287 Rheinstetten
Tel: +49 7242 933710, E-Mail: info@tanay.de

 Quelle: AGES – www.ages.at

Aflatoxine (wikipedia.de)

Aflatoxine haben bei Konzentrationen um 10 µg/kg Körpergewicht akut lebertoxische Wirkung (Leberdystrophie), wirken jedoch schon bei geringeren Konzentrationen und vor allem bei wiederholter Aufnahme karzinogen auf Säugetiere, Vögel und Fische. Die letale Dosis von Aflatoxin B1 beträgt bei Erwachsenen 1 bis 10 mg/kg Körpergewicht bei oraler Aufnahme. Im Tierversuch mit Ratten (letale Dosis 7,2 mg/kg Körpergewicht) wurde die Karzinogenität einer Tagesdosis von 10 µg/kg Körpergewicht eindeutig nachgewiesen. Aflatoxin B1 ist damit eine der stärksten krebserzeugenden Verbindungen überhaupt.

Die karzinogene Wirkung der Aflatoxine beruht darauf, dass sie nach Aufnahme in Hepatozyten oxidativ in ein sehr reaktionsfähiges Epoxid umgewandelt werden (Phase I der Biotransformation). Dies geschieht mithilfe von Cytochrom P450. Das Epoxid kann zwar als Glutathion-S-Konjugat löslich gemacht (Phase II der Biotransformation) und anschließend durch entsprechende Transportsysteme (MRP2-Transporter, ATP-abhängig) ausgeschieden werden (Phase III der Biotransformation). Allerdings kann das Epoxid auch in den Nucleus eindringen, dort mit der DNA Addukte bilden und so Mutationen bzw. Tumore verursachen.

Die Neoplasie tritt bei oraler Aufnahme besonders häufig in Leber und Magen auf. Da auch die Schimmelpilz-Sporen Aflatoxine enthalten, kann beim Arbeiten mit aflatoxinhaltigen Produkten das Einatmen der Stäube zu Lungenkrebs führen. Daher werden seit 1976 Höchstmengen für Aflatoxine in bestimmten Lebensmitteln festgesetzt.
Im Lebensmittel-Monitoring-Bericht 2008 wurden 6 von 88 Reisproben wegen ihres Aflatoxin B1-Gehalts beanstandet. (Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar)

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