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02.7.2012   |   Produkttests

ÖKO-TEST Erfrischungsgetränke – Zuckrige Dickmacher


In fünf Getränken konnte das Labor 4-Methyl-Imidazol nachweisen, das in braunem Zuckerkulörfarbstoff stecken kann. Die kalifornische Gesundheitsbehörde OEHHA schätzt ihn als krebserregend ein

Bubble-Teas, Energy Drinks, Wässer mit Fruchtgeschmack, Saftgetränke, Eistees und fast alle anderen Erfrischungsgetränke sind oftmals wahre Zuckerbomben. Darauf macht ÖKO-TEST aufmerksam. Kritisch sieht das Verbrauchermagazin aber auch, dass in den Getränken Aromen, Farbstoffe und unnötige Zusätze stecken.

Vor allem die Energy Drinks haben es in sich: Ein Produkt enthält sogar umgerechnet rund 48 Würfelzucker pro Liter. Ein Bubble-Tea im Test steht diesem Wert kaum nach – hier hat das von ÖKO-TEST beauftragte Labor fast 44 Würfelzucker pro Liter analysiert. Wer denkt, dass wenigstens Wasser mit Fruchtgeschmack nicht so stark gesüßt wird, irrt. In dem Produkt Bonaqa Pfirsich-Maracuja stecken immerhin noch rund 12 Würfelzucker pro Liter. In fünf Getränken konnte das Labor 4-Methyl-Imidazol nachweisen, das in braunem Zuckerkulörfarbstoff stecken kann. Die kalifornische Gesundheitsbehörde OEHHA schätzt ihn als krebserregend ein. Farbstoffe wie Tartrazin stecken auch in manchen Bubble-Teas. Dieser steht in Verdacht, die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern zu beeinträchtigen.

Verbraucher, die wissen möchten, was man ihnen in den Tee mit Gummiperlen mischt, bekommen allerdings von den meisten Betreibern der Bubble-Tea-Bars keine Auskunft. Denn obwohl diese auf einer Karte oder einem Schild an der Ware darauf hinweisen müssten, wenn deklarationspflichtige Farbstoffe verwendet werden, konnte nur eine Bar den Einkäufern von ÖKO-TEST auf Nachfrage einen Zutatenordner vorlegen.

Verbrauchertäuschung betreiben dagegen manche Hersteller von Wässern mit Fruchtgeschmack. Schließlich kommt nur in den seltensten Fällen der Geschmack auch wirklich aus Früchten. Stattdessen werden hier Aromen zugesetzt, was aber die Hersteller wiederum nicht daran hindert, bunte, saftige Früchte auf das Etikett zu drucken. Reine Frucht ist, so ÖKOTEST, nur drin, wenn von Saft oder von Fruchtextrakten die Rede ist.

Das ÖKO-TEST-Magazin Juli 2012 gibt es seit dem 29. Juni 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Bildquellen: ÖKO-TEST

ÖKO-TEST Verlag GmbH
www.oekotest.de

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