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08.12.2014   |   Gesundheit

Viel Kalzium und wenig Zucker: Das macht Kinderzähne stark


ams-Serie: „Von klein auf gesund“

(ams). Knackiges Obst und Gemüse, Milch und Müsli für den Nachwuchs: Bei ausgewogener Ernährung denken Eltern meist ans Wachsen und Gedeihen ihres Kindes. „Gesunde Ernährung mit viel Kalzium und wenig Zucker legt aber genauso den Grundstein für feste Zähne und gesundes Zahnfleisch“, sagt Dr. Gudrun Schlautmann, Zahnärztin bei der AOK. Behalten Eltern dazu ein paar Dinge rund um Gewohnheiten und Hygiene im Blick, ersparen sie ihren Kindern im Erwachsenenalter viel Ärger mit den Zähnen.

kinderzaehne

Genauso wie für die Knochen spielt das Kalzium auch für die Zähne eine besonders wichtige Rolle. Milch und Milchprodukte sind die wichtigsten Lieferanten dafür, gefolgt von Gemüsesorten wie Brokkoli, Fenchel oder Grünkohl. Auch spezielles kalziumreiches Wasser mit über 150 mg pro Liter gehört dazu.

Je nach Altersgruppe sollten Kinder unterschiedliche Mengen an Kalzium zu sich nehmen:

Säuglinge erhalten entweder automatisch über die Muttermilch oder aber über die spezielle Säuglingsmilch ausreichend Kalzium.

Bei Ein- bis Dreijährigen reichen schon ein Glas Milch und eine Scheibe Käse aus.

Bei älteren Kindern bis zu sechs Jahren ist der Bedarf gedeckt, wenn sie 250 Gramm Naturjoghurt, eine Scheibe Käse und 180 Gramm Brokkoli essen.

Bild: AOK Mediendienst - ams-Ratgeber 11/14

Bild: AOK Mediendienst – ams-Ratgeber 11/14

Doch nicht nur von der Milch profitiert die Zahngesundheit, sondern auch von ansonsten ausgewogener Ernährung: Dazu gehören viel Obst und Gemüse genauso wie Getreideprodukte. „Dabei ist das gute Kauen ganz wichtig, denn es regt den Speichelfluss an. Der Speichel wiederum schwemmt Lebensmittelreste und Säuren weg und bringt die Mineralstoffe in die Zähne“, sagt Schlautmann. Viel Rohkost, Vollkornbrot und Müsli fördern das Kauen. Nicht nur die Hauptmahlzeiten, sondern auch die Zwischenmahlzeiten können so gestaltet werden, dass sie genug Nährstoffe liefern und gleichzeitig zum Kauen anregen.

Zum Beispiel mit diesen Kombinationen:

ein Apfel und ein Joghurt
eine Möhre zu einem Glas Milch
ein Vollkornbrot mit Käse.

Damit die Mineralstoffe aus der Nahrung auch wirklich in die Zähne eindringen können, brauchen sie nicht nur den Speichel, sondern auch Zeit: „Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder nicht ständig essen, sondern auch Pausen einlegen, in denen der Körper diese Arbeit verrichten kann“, so Zahnärztin Schlautmann.

Ein in vielen Familien heikles, aber enorm wichtiges Thema für die Zahngesundheit ist der Zucker. Schlautmann: „Leider sind sämtliche Arten von Zucker schlecht für die Zähne – und das gilt auch für Sirup oder Honig und selbst für Fruchtzucker und auch für süße Getränke.“ Die für Karies verantwortlichen Bakterien können nämlich jeden Zucker so verwerten, dass er die Zähne angreift. Deshalb gilt es, den Zuckerkonsum nach Möglichkeit einzuschränken und auch beim Trinken daran zu denken, dass viele Getränke viel Zucker enthalten. „Hier muss jede Familie einen gesunden Mittelweg für sich finden, denn Verbote lösen rasch Heimlichkeiten und Protest aus“, so Schlautmann weiter. Eine kleine Süßigkeit am Tag in Form von Eis, einem Stück Schokolade oder einer Handvoll Gummibärchen sollte erlaubt sein. Wenn eine Familie sich eine Wochenration anlegt, aus der das Kind wählen kann, fördert das die Eigenverantwortung. Am wenigsten zahnschädlich sind die Süßigkeiten, wenn sie direkt nach der Hauptmahlzeit gegessen werden. Was die Getränke betrifft, sind Wasser und ungesüßte Tees am besten. Fruchtsäfte sollten stark verdünnt sein.

Dauernuckeln vermeiden

Keinesfalls sollten Kinder an Bechern oder Trinkflaschen dauernuckeln dürfen. Sobald das Kind sitzen kann, trinkt es aus der Tasse, welche nach dem Trinken wieder weggestellt wird. Spezielle Trinklerngefäße sind nicht erforderlich. Haben Kinder Süßes gegessen oder getrunken, sollten sie anschließend direkt die Zähne putzen oder wenigstens den Mund gut mit Wasser ausspülen oder einen zuckerfreien Kaugummi kauen.

Auf die Technik kommt es an

Jedes Kind kann mit KAI richtig Zähne putzen lernen. Und zwar geschieht das immer in derselben Reihenfolge: Zuerst sind die Kauflächen dran, die mit kurzen Vor- und Zurückbewegungen geschrubbt werden. Die Außenflächen werden mit kreisenden Bewegungen geputzt. Dabei liegen die oberen und unteren Zähne aufeinander, die Bewegungen gehen immer von der Mitte nach rechts und links. Schließlich sind die Innenflächen mit kleinen Kreisen vom Zahnfleisch zum Zahn dran. Wichtig ist, dass die Kreise nicht zu groß sind, damit alle Zahnflächen gereinigt werden. Auch wenn Kinder mit KAI sehr schnell selbst zurechtkommen, müssen Eltern noch so lange nachputzen, bis das Kind die gründliche Reinigung selbst beherrscht. Dies ist meist zwischen dem 6. bis 8. Lebensjahr der Fall.

Anders ist es mit dem Zähneputzen, wenn sie Säuren zu sich genommen haben, beispielsweise in Fruchtsäften oder Süßigkeiten mit Zitronensäure. „Dann sollten Kinder den Mund nur ausspülen und erst nach einer halben Stunde die Zähne putzen“, sagt Schlautmann, denn sonst kann der Zahnschmelz verletzt werden. Neben der richtigen Ernährung sollten Eltern dafür sorgen, dass die Zähne ihres Kindes mit Fluoriden geschützt werden. Das geschieht über fluoridhaltige Zahnpasta und Fluorid im Speisesalz. Der Zahnarzt berät Eltern bei den Untersuchungsterminen zu diesem Thema ausführlich. Eine Überdosierung von Fluorid sollte vermieden werden, da sonst unschöne Zahnverfärbungen drohen. Gute Ernährung mit viel Kalzium und wenig Zucker machen die Zähne stark. Aber zu den guten Gewohnheiten, derer es zusätzlich bedarf, gehört auch die regelmäßige Pflege. Sie sollte schon beim Durchstoßen des ersten Zahns anfangen. Zweimal täglich wird der neue Zahn geputzt, nur abends mit einer kleinen Menge fluoridhaltiger Milchzahnzahncreme. Ab dem zweiten Geburtstag wird dann zweimal täglich mit Milchzahnzahncreme geputzt. Nach und nach können Eltern dann ihre Kinder begleiten, selbst zu professionellen Zahnpflegern zu werden. Schlautmann: „Am besten gelingt das, wenn die Eltern auch dabei ein gutes Vorbild sind.“

Quelle: AOK Mediendienst – ams-Ratgeber 11/14

Bild oben: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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