CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

18.3.2015   |   Familie & Erziehung

Autismus: Intensive frühe Förderung durch Eltern zeigt gute Erfolge

Forscher haben ein Modell entwickelt, wie Eltern ihre autistischen Kinder bereits im Kleinkindalter fördern können. Die im Fachblatt „Pediatrics“ veröffentlichte Studie berichtet davon, dass zum ersten Mal Kleinkinder mit Autismus signifikante Fortschritte nach intensiver Intervention durch die Eltern zeigten.

Autismus: Intensive frühe Förderung durch Eltern zeigt gute Erfolge

„Mit unserem Behandlungsmodell lernen Eltern, ihre Kinder bei alltäglichen Aktivitäten zu unterstützen und zu fördern. Und wir konnten beobachten und demonstrieren, dass die Kinder dadurch Verbesserungen in ihrer Entwicklung, in ihrer sozialen Kommunikationsfähigkeit und in Bezug auf ihre Autismus-Symptome zeigten“, berichtete Professor Amy Wetherby, Direktorin des Autismus-Institutes am Florida State University College of Medicine und Studienleiterin.

Soziale Kommunikation umfasst Blickkontakt, Mimik, Gestik, Laute, das Mitteilen von Gefühlen, Zuhören, Lernen von Wörtern und das Verständnis des Gebrauchs von Objekten – Dinge, bei denen Kinder mit Autismus Schwierigkeiten haben. „Wir verglichen die Auswirkungen einer Elternschulung in einer Gruppe einmal in der Woche (9 Monate lang) mit Einzelunterricht, für den wir ein halbes Jahr lang dreimal in der Woche, und dann ein Vierteljahr lang zweimal in der Woche zu den Eltern nachhause kamen“, erklärte Wetherby. Kinder beider Gruppen profitierten von der Schulung der Eltern. Sowohl der Wortgebrauch als auch die Autismus-Symptome besserten sich. Doch für die Kinder in der zweiten Gruppe waren die Fortschritte noch deutlicher, insbesondere in Bezug auf die soziale Kommunikation, was den Erfolg der Einzelschulungen zu Hause verdeutlichte.

„Mit unserer speziellen Methode brachten wir den Familien bei, wie sie ihre Kinder zwischen 20 bis 25 Stunden pro Woche fördern können, indem sie sie bei alltäglichen Aktivitäten mit einbezogen. Mütter und Väter spielten nicht nur mit ihren Kindern, sondern beteiligten sie an der Zubereitung von Mahlzeiten und von Snacks sowie bei anderen Tätigkeiten der Familie.“ Auch mit welchen Strategien Eltern ihren Kindern Aktivitäten außerhalb des Hauses erleichtern könnten, z.B. beim Kontakt mit anderen Menschen, beim Besuch eines Lebensmittelgeschäfts, eines Restaurants, eines Spielplatzes, zeigten die Wissenschaftler den Erziehungsberechtigten.

„Wir haben versucht, Eltern Wege zu vermitteln, wie diese Aktivitäten Spaß machen können und Kinder zugleich etwas dabei lernen. Aber wir haben den Eltern auch beigebracht, wie sie ihr Kind anschieben und drängen – denn für autistische Kinder scheint es eine kritische Phase zu geben, in der ihr Gehirn besonders gut in der Lage ist zu lernen. Wenn Eltern fähig sind, sie frühzeitig zu fördern, dann können sie möglicherweise auch die Fähigkeit ihres Kindes zu lernen längerfristig positiv beeinflussen“, so Wetherby.

Wetherby und ihr Team sind bestrebt, die frühzeitige Diagnose von Autismus und eine Förderung betroffener Kinder in jungen Jahren voranzutreiben. Oft wird Autismus nicht vor einem Alter von vier Jahren und sogar später erkannt. Ziel der amerikanischen Kinder- und Jugendärzte ist es, Kinder schon im Alter von eineinhalb Jahren und mit zwei Jahren auf Autismus hin zu überprüfen.

Quelle: Florida State University (University Communications), Pediatrics

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema

Rückruf: Undeklarierte Allergene in Gewürzmischungen

Rückruf: Undeklarierte Allergene in Gewürzmischungen

Aufgrund undeklarierter Allergene Erdnuss und Sellerie als Bestandteile von Aromat ruft der Importeur mehrere Gewürzmischungen zurück. Aromat enthält Sellerie und Erdnüsse…




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

UV Warnungen und Prognosen

Aktueller UV-Index

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlen

Schädigungen der Haut durch UV Strahlung finden bereits lange vor einem Sonnenbrand statt. Dieser bzw. die Rötungen sind die extreme Schädigung und sichtbare Anzeichen einer Verbrennung durch Strahlung


Aktuelle Tests…

netzpuppe

Bundesnetzagentur: Achtung Eltern – Besitz der Puppe „My friend Cayla“ verboten

Verkaufsverbot für Puppe „My friend Cayla“

Demnach sind die von der britischen Firma Vivid vertrieben Puppen nach Einschätzung der Bundesnetzagentur verbotene Spionagegeräte nach § 90 Telekommunikationsgesetz (TKG). Der Besitz, die Herstellung, der Vertrieb sowie die Einfuhr illegal, so die Behörde und kann sogar strafrechtlich verfolgt werden (§ 148 TKG).


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse