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11.8.2014   |   Ernährung - Verbraucher

Antibiotikaresistente Keime (MRSA) im Grillfleisch gefunden

Im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion wurde abgepacktes Grillfleisch mikrobiologisch auf antibiotikaresistente Keime (MRSA) untersucht. Untersucht wurden Proben vom Huhn, Pute, Schwein und Rind von unterschiedlichen Anbietern.

24 der insgesamt 28 Proben waren unauffällig, in vier Proben oder 14% wurden jedoch die gefährlichen Keime des Typs Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus nachgewiesen.

Antibiotikaresistente Keime (MRSA) im Grillfleisch

Diese gegen Antibiotika resistente Erreger kommen vermehrt dort vor, wo ständig Antibiotika verwendet werden, so wie in der Massentierhaltung. Die Antibiotika töten zwar fast alle Individuen der Erreger ab, aber einige wenige können überleben, weil sie aufgrund einer Mutation gegen das angewendete Antibiotikum resistent sind. Diese resistenten Individuen vermehren sich dann trotz der Antibiotika-Therapie weiter. Die Resistenz vermittelnden Gene werden dabei auch artübergreifend weitergegeben, zum Beispiel von Staphylococcus aureus zu anderen Arten

Die grüne Bundestagsfraktion sieht als eine Ursache den massenhaften Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung und warnt vor den dadurch entsehenden Gefährdungen für Verbraucher.

MRSA ist aber nicht nur beim Menschen zu finden. Bei Untersuchungen öffentlicher Stränden in den USA wurde in den Bundesstaaten Kalifornien und Washington an jedem zweiten Strand MRSA Keime gefunden.

Auch in der Massentierhaltung werden immer wieder MRSA-Keime nachgewiesen. In den Niederlanden wurde bei Untersuchungen festgestellt, dass in Betrieben, in denen Schweine routinemäßig mit Antibiotika behandelt wurden, 60 % der Tiere mit MRSA infiziert waren. Während des Schlachtens können die Bakterien dann verschleppt und in Lebensmitteln nachgewiesen werden

Testergebnisse als PDF >>

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
Internet: http://www.gruene-bundestag.de/


 

Hygiene bei der Speisenzubereitung schützt! (1)

Vermeidung von Verunreinigungen von Speisen bei der Zubereitung durch nachfolgende Maßnahmen:

  • Haustiere von Lebensmitteln fernhalten, während der Speisenzubereitung nicht streicheln
  • vor Arbeitsbeginn auf persönliche Hygiene achten (saubere Kleidung, saubere Hände und Fingernägel, ggf. Kopfhaar zusammenbinden und Handschmuck ablegen).
  • Das Berühren der Lebensmittel mit Mund, Nase und Haaren vermeiden.
  • Falls möglich, Lebensmittel besser mit sauberem Besteck als mit den Händen zubereiten.
  • Zuerst Speisen zubereiten, die vor dem Verzehr nicht erhitzt werden (z. B. Dessert oder angemachte Salate),
  • danach roh zu verzehrende pflanzliche Lebensmittel, wie Salat oder geschnittenes Gemüse,
  • zuletzt rohe vom Tier stammende Lebensmittel (z. B. Fleisch, Geflügel).

Sollte diese Reihenfolge aus organisatorischen Gründen nicht eingehalten werden können, ist eine gründliche Zwischenreinigung der Arbeitsflächen und Geräte sowie der Hände zwischen den einzelnen Arbeitsschritten erforderlich.

Kreuzkontaminationen lassen sich durch folgende Maßnahmen vermeiden:

  • Beim Umgang mit rohen und gegarten Lebensmitteln nie dieselben Küchenutensilien verwenden
  • Für das Schneiden von Fleisch und Geflügel ein Schneidbrett verwenden und ein anderes für Obst und Gemüse
  • Gekochte oder anderweitig erhitzte Speisen nicht auf Brettern schneiden, auf denen vorher rohe Lebensmittel geschnitten wurden, wenn diese anschließend nicht ausreichend gereinigt wurden
  • Die Hände nach Kontakt mit rohen Lebensmitteln sofort gründlich waschen.

Schneidbretter aus Kunststoff lassen sich in der Regel in Geschirrspülmaschinen bei hohen Temperaturen (deutlich über +60 °C) reinigen und sind deshalb für das Schneiden von rohen Lebensmitteln besser geeignet als Holzbretter. Grundsätzlich sollten Schneidbretter aus Holz oder Kunststoff eine glatte Oberfläche haben, damit sie sich gut reinigen lassen. Schneidbretter mit Einschnitten und Furchen, in denen sich Bakterien halten und vermehren können, sollten deshalb durch neue Bretter ersetzt werden

(1) – Quelle: wikipedia.de

 


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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