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08.8.2013   |   Gesundheit

Allergien bei Kindern: Die wichtigsten Auslöser und Vorbeugemaßnahmen

Eine Allergie ist eine Abwehrreaktion des körpereigenen Immunsystems auf bestimmte Stoffe – auch Allergene genannt. Die Symptome einer solchen Überempfindlichkeit äußern sich meist in Form von Schleimhautreizungen und Hautveränderungen. Oft treten diese Krankheitsbilder nur zu bestimmten Jahreszeiten auf (saisonal) wie etwa beim Heuschnupfen.

Allergien bei Kindern: Die wichtigsten Auslöser und Vorbeugemaßnahmen

Allergien und Hypersensitivität äußern sich meist an den Schleimhäuten (Heuschnupfen), den Atemwegen (Asthma bronchiale) und der Haut (Neurodermitis). Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es aber auch zu Durchfall und Erbrechen kommen. Lebensbedrohlich und ein medizinischer Notfall ist der anaphylaktische Schock.

Viele der im Säuglingsalter auftretenden Nahrungsmittelallergien – wie etwa die atopische Dermatitis – werden im Lauf der Jahre besser und verschwinden in den meisten Fällen vollständig bis zum 6. Lebensjahr.

Eindeutig belegt ist ein erhöhtes Allergierisiko für Kinder, bei denen entweder ein oder beide Elternteile Allergiker sind.

Auslöser und Diagnose

Auslöser von Allergien sind die Allergene von denen es eine Vielzahl mit unterschiedlichsten gesundheitlichen Auswirkungen gibt. In den Industrieländern wurde in den letzten Jahrzehnten ein starker Anstieg des Auftretens von allergischen Erkrankungen festgestellt.

Die häufigsten Allergenquellen sind Tierhaare, Pollen, Hausstaubmilben und Nahrungsmittel.

Mittels Allergietests wird untersucht, auf welche Stoffe der Patient auffällig anspricht. Hierzu werden Hauttests, Blutuntersuchungen sowie sogenannte Provokationstests herangezogen. Die bekannteste Methode ist der Pricktest. Hierbei werden unter anderem Tropfen von Allergenextrakten auf den Unterarm oder den Rücken des Patienten aufgebracht und anschließend mittels einer Nadel die unterhalb des Tropfens liegende Haut angestochen werden. Innerhalb von 15 bis 30 Minuten kann dann ein Erstergebnis abgelesen werden

Vorbeugen besser als Heilen

Die beste Vorbeugung ist natürlich die Vermeidung von Allergenen, was allerdings praktisch nicht möglich ist.

Es gibt viele Faktoren wie Rauchen, Autoabgase, Stress, und Ernährungsgewohnheiten die für die Entstehung von allergischen Erkrankungen stehen.

Aber auch hier zeigt sich möglicherweise ein Vorteil des Stillens. Studien haben belegt, dass gestillte Kinder seltener an Allergien leiden als nicht-gestillte. Eine nachgewiesene Schutzwirkung des Stillens vor allergischen Erkrankungen ist allerdings noch nicht belegt.

Säuglinge können aber auch auf Muttermilch allergisch reagieren.

Für Neugeborene mit erhöhtem Allergierisiko, die nicht gestillt werden können, wird die Ernährung mit einer hypoallergenen Babynahrung empfohlen. Finnische Studien zu den oft zugesetzten Probiotika (Laktobazillen) geben mittlerweile Hinweise darauf, dass diese Produkte einen Schutz vor der Entstehung von Allergien bieten könnten.

Auch der Kot der Hausstaubmilben hat einen hohen allergieauslösenden Faktor. Der Kot lagert sich als feinster Staub in den Wohnräumen ab und wird durch Bewegung und Luftzirkulation ständig aufgewirbelt und kann durch einatmen Hausstauballergien auslösen.

Aber auch aus Baustoffen und Möbeln können durch austretende Schadstoffe (z.B. Formaldehyd) und Terpene können sich durch die enthaltenen Allergene Allergien entwickeln. Auch hier sollte ein besonderes Augenmerk auf die Einrichtung des Kinderzimmers gelegt werden.

Allergie – Was nun?

Bei einer Hausstaubmilbenallergie sollte man für empfindliche Kinder den passenden Staubsauger wählen. Dadurch kann die Zahl der Allergene in der Luft deutlich reduziert werden.

Gleiches gilt für die Auswahl der Körperpflegeprodukte

Vor allem bei Betroffenen mit atopischer Dermatitis können Kuraufenthalte in allergenarmer Umgebung (in den Bergen oder am Meer) stark zur Verbesserung der Symptome führen.

Inzwischen gibt es wirksame Therapieformen wie etwa die Immuntherapie (SIT) oder Hyposensibilisierung oder auch die vor allem für Kinder besser geeignete Tablettentherapie

Quellen:
Allergien – kindergesundheit-info.de: unabhängiges Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) – http://www.kindergesundheit-info.de/index.php?id=8094

wsikipedia.de – http://de.wikipedia.org/wiki/Hyposensibilisierung

mzt




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