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26.11.2012   |   Gesundheit - Schwangerschaft & Baby

Grippesaison: Schwangere sollten sich jetzt gegen Grippe impfen lassen

Schwangere, die an einer Influenza erkranken, bekommen häufiger Lungenentzündungen und Herzprobleme als andere gleichaltrige Menschen. Besonders in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft werden solche Komplikationen beobachtet.

Schwangere sollten sich jetzt gegen Grippe impfen lassen

Deshalb empfehlen sowohl der Berufsverband der Frauenärzte als auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe erstmals allen Schwangeren eine Grippeimpfung zum Beginn der Saison – also noch im November oder Anfang Dezember.

Die beiden Frauenärzte-Organisationen folgen damit den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut. Die Kommission hatte kürzlich wegen der neuen Erkenntnisse zu den Grippeverläufen bei Schwangeren die offiziellen Impfempfehlungen geändert; die Grippeimpfung ist damit die erste Impfung, die grundsätzlich auch in der Schwangerschaft empfohlen wird.

Da es sich bei dem Impfstoff um einen Totimpfstoff handelt, ist die Impfung in jeden Stadium der Schwangerschaft ungefährlich. Es werden weder vermehrte Aborte, Fehlbildungen oder vermehrte Frühgeburten festgestellt, noch hat die Impfung andere negative Auswirkungen auf das Ungeborene während der Schwangerschaft oder auf das Kind nach der Geburt. Dies konnte durch ausgedehnte Untersuchungen vor allem in den USA bestätigt werden, in denen es seit vielen Jahren ein Programm zur Grippeimpfung für Schwangere gibt. Im Gegenteil wird sogar angenommen, dass die Antikörper, die die Mutter durch die Impfung ausbildet, auf das Baby übergehen und das Neugeborene noch eine Zeitlang nach der Geburt vor eine Infektion schützen können. Das ist besonders vorteilhaft, denn die Grippeimpfung wird erst für Säuglinge ab einem Alter von sechs Monaten empfohlen.Bei Vorliegen von chronischen Erkrankungen und anderen Risikofaktoren ist selbstverständlich auch eine Grippe-Impfung im ersten Trimenon der Schwangerschaft möglich. 

Quelle: Robert-Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin Nr. 30, 30. Juli 2012.




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