ÖKO-TEST Mittel gegen Blähungen – Windige Versprechen

Wenn ein Baby unter Bauchschmerzen oder Dreimonatskoliken leidet, würden viele Eltern nahezu alles tun, um zu helfen. Doch Mittel gegen Blähungen sind laut einer aktuellen Untersuchung des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST nicht zu empfehlen. Denn es gibt keine überzeugenden Wirksamkeitsbelege für diese Präparate. Zudem enthalten manche umstrittene Hilfsstoffe.

Die getesteten Mittel zum Einnehmen setzen auf den Wirkstoff Simeticon. Dieser soll den Magen-Darm-Trakt entschäumen. Ob dies die Beschwerden lindert, ist zweifelhaft. Denn weniger Schaum bedeutet nicht automatisch weniger Luft im Darm. Wenigstens sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Umso ärgerlicher, dass einige Präparate den Hilfsstoff Natriumbenzoat enthalten. Dieser Konservierungsstoff steht in Verdacht, relativ häufig Allergien auszulösen. Kinder bis zu zwei Jahren können ihn außerdem noch nicht richtig verstoffwechseln, so dass er schlimmstenfalls Gehirnschäden verursachen kann, was allerdings bei den üblicherweise verwendeten Mengen nicht zu erwarten ist. Alle Mittel zum Einnehmen sind außerdem mit Aromazusätzen und künstlichen Süßstoffen aufgepeppt.

ÖKO-TEST rät, Mittel gegen Blähungen nur dann zu verwenden, wenn der Kinderarzt dies ausdrücklich empfiehlt. Wenn der Bauchnabel richtig verheilt ist, können auch sanfte Massagen der Bauchdecke helfen. Dabei können Eltern jedoch auf spezielle Öle und Cremes mit Kümmelöl verzichten, weil der Körper über die Bauchdecke so gut wie gar nichts davon aufnimmt.

Das ÖKO-TEST-Magazin August 2012 gibt es seit dem 27. Juli 2012 im Zeitschriftenhandel.
Das Heft kostet 3,80 Euro.

ÖKO-TEST Verlag GmbH
www.oekotest.de

 

Natriumbenzoat

Natriumbenzoat wirkt bakteriostatisch und fungistatisch und wird daher als Lebensmittelzusatzstoff (E 211) zur Konservierung von Lebensmitteln eingesetzt.

Natriumbenzoat kann Allergien wie Asthma und Nesselsucht auslösen und belastet den Leberstoffwechsel. Eine britische Studie nannte Natriumbenzoat, das als Konservierungsstoff in Colagetränken verwendet wird, neben anderen Zusatzstoffen als möglichen Auslöser für ADHS.
Wörtlich heißt es in der Studie, die im britischen Medizinjournal The Lancet erschien: „Diese Ergebnisse zeigen, dass ungünstige Wirkungen nicht nur bei Kindern mit extremer Hyperaktivität (wie ADHS), sondern auch in der normalen Bevölkerung auftreten“ (wikipedia.de)

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