Geringe Spuren von Radioaktivität aus Japan sind nicht gesundheitsgefährdend

Am Donnerstagabend ist erstmals – wie erwartet – an vier höchstempfindlichen Messstellen in Deutschland radioaktives Jod in der Luft gemessen worden, das aus dem Reaktorunglück in Japan stammt. Es konnten geringste Spuren, ein fünftausendstel Becquerel Jod pro Kubikmeter Luft, nachgewiesen werden. Nach Einschätzung der Strahlenschutzkommission (SSK) sind diese Spuren an Radioaktivität für die Bevölkerung in Deutschland gesundheitlich unbedenklich.

Die aus den geringen Spuren von Radioaktivität resultierende Dosis ist mehr als eine Million Mal niedriger als die Dosis, die ein Mensch durch die natürliche Strahlung pro Jahr erhält. Die Spuren von radioaktivem Jod wurden an den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes, des Bundesamtes für Strahlenschutz sowie der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Potsdam, Offenbach, Braunschweig und Schauinsland gemessen.

Die Messdaten sind im Internet zu finden unter www.bfs.de.

 

Keine gesundheitliche Gefährdung in Deutschland bei radioaktiven Stoffen aus Japan

In Deutschland können in den nächsten Tagen in der Luft Spuren radioaktiver Stoffe aus Japan gemessen werden. Damit ist je nach Wetterlage zu rechnen. Gesundheitliche Auswirkungen für unsere Bevölkerung können jedoch ausgeschlossen werden. Die Messwerte werden nach den vorliegenden Erkenntnissen weit unterhalb der Konzentrationswerte bleiben, die gesundheitlich bedenklich sind. Insbesondere kann eine radioaktive Belastung von Lebensmitteln mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Die Wetterbeobachtungen des Unglücksgebietes zeigen, dass der Wind die in Japan ausgetretene Radioaktivität überwiegend auf das offene Meer transportiert hat. Trotz der großen Verdünnung der radioaktiven Wolke auf dem Weg um den Globus können die in Deutschland im Einsatz befindlichen höchstempfindlichen Messgeräte radioaktive Stoffe auch in geringsten Spuren in der Luft nachweisen. Nach Medienberichten wurden radioaktive Stoffe in der Luft, die aus dem Kernkraftwerksunfall in Japan stammen, bereits in Island nachgewiesen.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betreibt ein integriertes Mess- und Informationssystem (IMIS) zur umfassenden Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt in Deutschland. Hierfür sind flächendeckend etwa 1800 Messstationen im ständigen Einsatz. So liegt zu jeder Zeit ein detailliertes Bild über die radiologische Situation in Deutschland vor. Konkrete Daten aus den jeweiligen Regionen sind auf der Internetseite des BfS eingestellt (www.bfs.de/ion/imis).

Weitere Messwerte veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst (www.dwd.de) sowie die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (www.ptb.de). Darüber hinaus werden an 50 Messstationen des Deutschen Wetterdienstes die Aktivitätskonzentrationen in der Luft gemessen. Der DWD verfügt außerdem über die Ausstattung, um Radioaktivitätsmessung in der hohen Atmosphäre mittels eines Flugzeugs durchzuführen. Außerdem werden in mehr als 60 Laboratorien von Bund und Ländern Proben von Nahrungs- und Futtermitteln, Pflanzen und Boden sowie Trinkwasser und Gewässern analysiert.

 

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

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