Daheim wegen Corona – wie Eltern ihre Kinder beschäftigen können

Schulen, Kindergärten und Kitas sind wochenlang geschlossen – die Corona-Krise stellt den Alltag vieler Eltern auf den Kopf. Wer sein Kind plötzlich den ganzen Tag weitgehend ohne soziale Kontakte daheim beschäftigen muss, steht vor einer echten Herausforderung. Natürlich wollen Eltern ihre Kids nicht den ganzen Tag Fernsehen oder Computer spielen lassen. Doch welche Alternativen gibt es? Wir haben ein paar Tipps.

Ein bisschen Langeweile tut den Kids gut

Grundsätzlich gilt: Eltern müssen nicht als Alleinunterhalter agieren, nur weil wochenlang die Schule ausfällt. Im Gegenteil – ein bisschen Langeweile ist für die kindliche Entwicklung wichtig, wie Gerald Hüther, Neurobiologe an der Universität Göttingen, in einer Studie herausgefunden hat. Seinen Erkenntnissen zufolge regt Langeweile sogar das Hirn an. Die Kids werden erfinderisch, entfalten ihr Potenzial besser und unterhalten sich selbst. Das sieht man oft bei kleineren Kindern, die sich lange mit einem Stock, einem Löffel oder ein paar Steinen beschäftigen können.

Wenn möglich: den Frühling in der Natur genießen

Schwimmbäder, Spielplätze, Zoos und Sehenswürdigkeiten sind vielerorts bereits geschlossen, aber dennoch muss der Nachwuchs nicht nur in den eigenen vier Wänden bleiben. Wer nicht unter Quarantäne steht, kann den Frühling gerne an der frischen Luft genießen – im eigenen Garten, im Wald oder bei ausgiebigen Spaziergängen. Ein Sandkasten ist im Garten schnell eingerichtet. Alternativ kann man draußen allerhand tolle Spiele spielen und sich sportlich betätigen: Wie wäre es mit einem Federball-Match, einer Runde Volleyball oder dem klassischen Versteckspiel? Eine schöne Idee ist es auch, einen Picknickkorb zu packen und aufs Fahrrad zu schnallen, um eine kleine Fahrradtour mit anschließendem Picknick im Wald zu genießen. Danach kann man zusammen mit den Kindern auch eine Höhle aus Ästen und Zweigen im Wald bauen. Zapfen und andere Naturmaterialien zum Basteln können die Kinder ebenfalls draußen sammeln. Die frische Luft und die Bewegung sind auf alle Fälle gut fürs Immunsystem.

Beschäftigungsideen für drinnen

Das Wetter ist schlecht oder die Kinder müssen wirklich in häusliche Quarantäne? Dann ist es leider nicht möglich, nach draußen zu gehen. Zum Glück gibt es auch für daheim einige Beschäftigungsideen: Man kann basteln, Gesellschaftsspiele spielen, zusammen kochen oder backen und den Kindern vorlesen. Oder, wenn es etwas außergewöhnlicher sein darf, können Eltern mit den Kindern lustige Buttons selber machen. Die Grundvoraussetzung: eine Buttonmaschine. Auch in Zeiten von Corona kann eine solche online bestellt und nach Hause geliefert werden. Alternativ können Eltern auch mit Kindern nähen. Die nächsten Wochen sind perfekt, um etwas Neues zu lernen. Für Bewegung in den eigenen vier Wänden sorgt ein Zimmertrampolin, ein Springseil, ein Kletterdreieck oder ganz klassisch das große Bett der Eltern und ein paar Kissen bei einer ausgelassenen Kissenschlacht.

Mit Oma und Opa in Kontakt bleiben

Laut aktuellen Empfehlungen sollte man den Kontakt zu den Großeltern meiden. Dabei ist natürlich nur der persönliche Kontakt gemeint. Wenn die Kinder Oma und Opa vermissen, können sie telefonieren, per WhatsApp Foto- und Videogrüße hin und her schicken oder per Videotelefonie sogar miteinander rumkaspern und Faxen machen.

Bild/er: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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