Wie sich Kinder für Obst und Gemüse begeistern lassen

Wie widerborstig Kinder sein können, erleben Eltern spätestens dann, wenn Obst oder Gemüse auf den Tisch kommt. Denn die meisten Kleinen mögen es zuerst überhaupt nicht. Ehe es zu probieren, fangen sie an zu quengeln. Hier ist guter Rat teuer. Kinder die Obst oder Gemüse essen sind meist eine Seltenheit. Doch wie stellt man es an, den Kindern Gemüse und Obst schmackhaft zu machen?

Wie sich Kinder für Obst und Gemüse begeistern lassen

Experten von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen, täglich mindestens fünf Portionen Gemüse oder Obst zu essen. Das entspricht:

  • einer Handvoll unzerkleinertem Gemüse
  • zwei Handvoll zerkleinertem Gemüse
  • einer Handvoll ganzer Früchte
  • zwei Handvoll kleiner Früchte

Doch wie bringt man diese Mengen möglichst unkompliziert in das Kind hinein?

Die Sicht des Kindes verstehen

Wer seinen Kindern Brokkoli vorsetzt und erwartet, dass sie diesen anstaltslos essen, wird meistens enttäuscht. Nicht unbedingt deswegen, weil es ihm nicht schmeckt, sondern eher ist es das Aussehen und irgendwie bewirkt die grüne Farbe in Kindern auch nicht unbedingt etwas vertrauenserweckendes.

Eltern sollten in erster Linie auch zunächst bei sich selbst prüfen, ob die ausgewogene, gemüse- und obsthaltige Ernährung auf dem eigenen Speiseplan steht. Denn was die Eltern schon nicht essen, wird von ihren Kindern gerne von vornherein verweigert.

Die richtigen Obst- und Gemüsesorten finden

Es gibt Kinder, die durchaus gerne Gemüse oder Obst essen – Nur eben nicht alle Sorten! Daher gilt es zunächst, sämtliche Gemüse- und Obstsorten auszuprobieren, die beim wöchentlichen Einkauf besorgt werden können. Vielleicht ist eines davon die neue Leibspeise der Kinder. Ein weiterer Punkt besteht darin, herauszufinden, in welchem Zustand die Kinder Gemüse und Obst gerne essen. „Einige verzichten vehement auf gekochte Karotten, während sie diese im Rohzustand gerne zu sich nehmen“, weiß auch Tanja Baumann von Sternefood zu berichten.

Es lohnt sich, einfach mal etwas Fingerfood zu schnippeln und dieses auf dem Wohnzimmertisch stehen zu lassen. Auf einige Kinder hat dies einen verlockenden Charakter. Nehmen die Eltern selbst auch vom Teller, wird dieses Verhalten oft von ihnen einfach nachgeahmt.

Kinder sollen kauen, machen es jedoch nicht gerne

Wer einen richtigen Kaumuffel zu Hause hat, dem kann man sowohl Gemüse als auch Obst auf anderem Weg schmackhaft machen. Wie wäre es mit einem leckeren Smoothie, in dem sowohl Spinat, Orangensaft und Kiwis stecken? Je nach Art der Zutaten nehmen diese ansprechende Farben an. Pink, blau oder ein strahlendes Orange sprechen Kinder eher an als das langweilige Grün. Zudem die meisten Smoothies Kindern sehr lecker schmecken.

Fantasie-Gerichte mit Geschmacksgarantie

Es ist zwar ein bisschen unfair, aber durchaus effektiv: Viele Kinder haben schon in jungen Jahren Idole und wollen ihnen nacheifern. Ganz gleich, welche Figur das Kind gut findet, sie isst zukünftig nur noch Gemüse, Obst und Salate.

Kreative Titel für das Mittagessen runden das Ganze ab. In Zukunft gibt es dann eben nur noch Prinzess-Gemüse, oder wahlweise Gummibärensaft. Letzterer hat übrigens schon die Kinder in den 1990er Jahren hervorragend dazu gebracht, Traubensaft ohne Mucken zu trinken. Warum sollte so etwas also nicht heute noch funktionieren?

Bild/er: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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