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24.1.2014   |   Familie & Erziehung

Essen lernen – Geduldsprobe für die Eltern, Spaß für die Kinder

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Wenn Kleinkinder lernen, selbständig zu essen, ist das ein beinahe genauso besonderes Ereignis wie die ersten Schritte. Ab einem Alter von acht, neun Monaten entwickeln Kinder eine Neugierde für die Erwachsenenkost. Nicht selten greifen Kinder nach den Lebensmitteln, die in ihrer Reichweite stehen, um sie zu probieren und näher kennen zu lernen. Was zuerst nach Spielen aussieht, ist in Wirklichkeit ein wichtiger Lernprozess.

Essen lernen - Geduldsprobe für die Eltern, Spaß für die Kinder

Etwa ab dem zehnten Monat demonstrieren Kinder die Bereitschaft, selbständig essen zu wollen. Ab diesem Zeitpunkt können Eltern damit beginnen, das Kind näher an das Essen heranzuführen und es mitlöffeln zu lassen. Von Tischmanieren kann bei einem Kleinkind natürlich noch nicht die Rede sein. Der Übergang vom Gefüttertwerden zur selbständigen Nahrungsaufnahme bedeutet aufgrund der sich noch entwickelnden motorischen Fähigkeiten eine Umstellung für das Kind und kann deshalb nicht von heute auf morgen gelingen. Eltern sollten ihre Erwartungen herunterschrauben und viel Geduld mitbringen, wenn Kinder ihre ersten Essversuche starten. Es ist nicht außergewöhnlich, wenn sich neben dem Teller, auf dem Fußboden, dem Stühlchen und auf der Kleidung viel mehr Essen befindet als auf dem Teller.

So fällt das Essen lernen leichter

teller-essen-kindAb einem Alter von 15 Monaten können Eltern ihr Kind ruhig dazu animieren, das Essen eigenständig mit dem Löffel zu essen. Eltern machen das am besten parallel: während das Kind freudig seine Fingerfertigkeiten im Umgang mit dem Löffel trainiert, kann es mit einem zweiten Löffel gefüttert werden. Wenn das Kind zwischendurch mit den Händen in das Essen greift und matscht, ist das kein Grund zur Sorge – in Kinderaugen ist das Essen mit Fingern zunächst einfach praktischer und spaßiger. Eltern sollten sich davon nicht beirren lassen und das Kind weiterhin darin bestärken, mit dem Löffel zu essen.

Mit kindgerechtem Besteck wird ein Kind zwar nicht früher mit dem Matschen aufhören, dennoch vereinfacht es die Nutzung desselben. Bei der Auswahl des Bestecks gilt es zu beachten, dass Löffel und Gabel gut in den Mund des Kindes passen, die Griffe sollten zudem klein und breit genug sein, damit das Besteck sicher in den Händen liegt und vom Kind auch richtig umgriffen werden kann.

Aus hygienischen Gründen sollte Besteck aus widerstandsfähigem, spülmaschinenfestem und geschmacksneutralem Material genommen werden. Lustige Motive auf dem Besteck können dazu beitragen, dass das Kind mehr Freude daran hat, mit dem Besteck zu essen. Zumeist gibt es das Kinderbesteck im praktischen 3er-Set aus Löffel, Gabel und Messer zu haben. Eine große Bandbreite an strapazierfähigem Kinderbesteck in dieser Form können Eltern bei WMF erstehen. Das Geschirr sollte außerdem weitgehend bruchsicher sein.

Kinder lernen Tischmanieren mit jeder Mahlzeit

Bei allen Versuchen, das Kind zum selbständigen Essen zu animieren, sollten Eltern nicht vergessen, dass Kinder in erster Linie durch Nachahmung lernen. Für den Lernprozess ist es deshalb am wichtigsten, dass das Kind so oft wie möglich die Gelegenheit bekommt, dem Rest der Familie bei gemeinsamen Mahlzeiten beim Essen zuzuschauen. So kann sich das Kind den Umgang mit dem Besteck und die typischen Verhaltensweisen am Tisch abgucken, einprägen und sobald es soweit ist, das Gesehene selbst anwenden. Ab etwa 1,5 Jahren können die meisten Kinder allein mit Löffel und Gabel umgehen. Um Kinder nicht den Spaß am Essen zu verderben und schlimme Nachfolgen wie Essstörungen zu verhindern, sollte das Kind grundsätzlich den Freiraum haben, zu essen oder das Essen zu verweigern. Trotzdem sollten Essensbeginn und -ende für das Kind ersichtlich sein, um einerseits eine feste Mahlzeitenstruktur einzuhalten und andererseits einem Daueressen vorzubeugen. Weitere Tipps zur Essenserziehung beim Kind können hier nachgelesen werden.

Bild: cleankids

mzt




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