Keime: Schweizer Chemiker raten zur Vorsicht bei Sprossen, Kräutern und Salat

Die Kantonschemikerinnen und Kantonschemiker der Schweiz haben in einer gemeinsamen Untersuchungskampagne Sprossen, frische Küchenkräuter und geschnittene, küchenfertige Salate auf Escherichia coli, einschliesslich Shigatoxin bildender Escherichia coli (EHEC) und auf Salmonellen untersucht. Ziel der Untersuchung war die Kontrolle der von den Herstellern ergriffenen Massnahmen im Nachgang zur EHEC-Krise 2011 in Norddeutschland. Die mikrobielle Qualität von frischen Küchenkräutern kann als gut, diejenige von küchenfertigen Salaten als sehr gut bezeichnet werden.

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Untersucht wurden 320 Salate, 220 Küchenkräuter und 240 Sprossen aus in- und ausländischer Produktion. Häufigster Beanstandungsgrund war der Hygieneindikator Escherichia coli bei 23 Proben. Salmonellen wurden in fünf Proben nachgewiesen, während EHEC erfreulicherweise bei keiner Probe zu beanstanden war. Die Beanstandungsrate war bei den Sprossen mit 5.4% und bei den frischen Küchenkräutern mit 3.7% höher als bei den küchenfertigen Salaten mit 1.6%. Generell war die Belastung bei Escherichia coli bei den beanstandeten Sprossen markant höher als bei frischen Küchenkräutern oder Salaten, die höchste Belastung mit 100’000 Keimen Escherichia coli pro Gramm wies eine Probe Radieschensprossen auf.

Die Kantonschemiker beurteilen das Ergebnis der Untersuchungskampagne als zufriedenstellend. Die markant höhere Belastung der beanstandeten Sprossenprodukte mit Escherichia coli weist darauf hin, dass die mikrobielle Qualität dieser Produktgruppe aufgrund der Produktionsweise immer noch sehr anfällig ist und dass die Hersteller ihre Anstrengungen zur Herstellung mikrobiologisch einwandfreier Produkte weiterhin konsequent umsetzen müssen.

Verband der KantonschemikerInnen der Schweiz

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

mzt

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