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01.1.2014   |   Freizeit und Urlaub

Kinder können auch mit Helm eine Gehirnerschütterung erleiden

Moderne Helme, z.B. beim Skaten, Rad- und Skifahren, können in vielen Fällen Schädelfrakturen und andere schwere Schädel-Hirn-Verletzungen verhindern helfen, doch können sie keine Gehirnerschütterung abwenden.

helm

Nach Stürzen, Zusammenstößen im Sport oder anderen Unfällen ihres Kindes mit Kopfbeteiligung sollten Eltern deshalb immer auch auf Anzeichen einer Gehirnerschütterung achten, selbst wenn es einen Helm getragen hatte. „Kopfschmerzen und Übelkeit mit Erbrechen sind die bekanntesten Symptome einer Gehirnerschütterung – Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Gleichgewichts- sowie Konzentrationsprobleme sind weitere. Auch Nervosität, Gereiztheit, Niedergeschlagenheit und Schlafprobleme können in der Folge auftreten“, beschreibt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die Symptome. „Bei einem Verdacht sollte der Kinder- und Jugendarzt das Kind auf jeden Fall untersuchen. Er entscheidet dann über das weitere Vorgehen.“

Die wichtigste Maßnahme nach einer Gehirnerschütterung ist Ruhe. „Bei einem Aufprall des Kopfes auf einen festen Gegenstand bewegt sich das Gehirn im Schädel. Dabei können Nervenverbindungen stark gedehnt werden, in seltenen Fällen sogar abreißen und so die Funktion des Gehirns beeinträchtigen. Außerdem kann es an der Aufschlagstelle des Hirnes auf der Innenseite des Schädelknochens zu Schwellungen der Hirnhaut kommen. Daher braucht das Gehirn extra Schonung, um geschädigte Nervenzellen und verbindungen wieder reparieren zu können“, erklärt Dr. Fegeler.

Nach einer Gehirnerschütterung sollten Kinder zunächst Sport, Schularbeiten, Lesen, Fernsehen, Computerspiele, Verfassen von SMS, Surfen im Internet und ähnliche Aktivitäten meiden, um für eine schnelle Erholung zu sorgen.

Schritt für Schritt können Betroffene dann – in Absprache mit dem Kinder- und Jugendarzt – langsam wieder geistige und körperliche Tätigkeiten aufnehmen und sie in ihrer Intensität und Dauer steigern. Kinder und insbesondere Jugendliche benötigen oft eine längere Erholungsphase als Erwachsene, da sich ihr Gehirn noch im Wachstum befindet.

Quellen: Monatsschr Kinderheilkd, Arch Pediatr Adolesc Med, The Children’s Hospital of Philadelphia 

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Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

mzt




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