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15.8.2012   |   Freizeit und Urlaub - Kindersicherheit

So helfen Sie richtig: DRK-Tipps zu Badeunfällen

Bei Kindern unter 15 Jahren ist das Ertrinken die zweithäufigste Todesursache bei Unfällen. Das DRK gibt Tipps, wie Sie bei Badeunfällen helfen können. Häufigste Ursachen: Unterkühlung und die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht bei Kindern.

DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin sagt: „Eine Unterkühlung lцst auch bei geübten Schwimmern eine körperliche Kettenreaktion aus, die im Wasser vom Schwimmversagen durch Muskelverkrampfungen bis hin zum Herzinfarkt führen kann. Nichtschwimmer geraten in Panik, sobald sie den Boden unter den Füßen verlieren oder sich in Wasserpflanzen verfangen. Durch das Anatmen von Wasser erleiden sie häufig einen Stimmritzenkrampf, der die Atmung und das Sprechen blockiert.“

Tipp 1: Die wichtigsten Regeln zur Unfallverhütung

Verlassen Sie das Wasser, sobald Sie frieren. Springen Sie nicht überhitzt ins Wasser. Lassen Sie Kinder am Wasser niemals unbeaufsichtigt. Gehen Sie nicht mit vollem oder ganz leerem Magen ins Wasser. Schwimmen Sie nicht alkoholisiert oder unter Einfluss von Drogen. Schwimmen sie weite Strecken nicht allein. Springen Sie nur ins Wasser, wenn es tief genug ist und gesichert ist, dass sich unter Wasser keine Hindernisse befinden. Meiden Sie sumpfige, stark bewachsene oder stark befahrene Gewässer. Verlassen Sie das Wasser bei Gewitter, Starkregen, starker Strömung und starkem Wellengang. überschätzen Sie sich nicht. Beachten Sie immer die Baderegeln.

Tipp 2: Hilfe holen und nur von einem sicheren Standort helfen

Bei einem Badeunfall sollten Sie in jedem Fall zunächst einen Notruf über die Nummer 112 veranlassen. Ein Ertrinkender gerät oft in Panik, schlägt unkontrolliert um sich und versucht, sich an jedem greifbaren Gegenstand festzuhalten – auch an seinem Retter. Wer nicht als Retter ausgebildet ist, sollte nicht ins Wasser gehen. Starten Sie eine Rettung wenn möglich immer vom Ufer aus. Werfen Sie dem Unfallopfer einen Rettungsring oder ein anderes schwimmfähiges Hilfsmittel zu.

Tipp 3: Unterkühlung stoppen und Atmung wiederherstellen

Um die Unterkühlung auch im Sommer zu stoppen, ziehen sie dem Unfallopfer vorsichtig und ohne große Bewegung die nasse Kleidung aus und decken Sie es mit der Rettungsdecke aus dem Verbandkasten zu (silberne Seite nach innen). Rufen Sie den Rettungsdienst. Bei Bewusstlosigkeit kontrollieren Sie, ob die Person atmet. Ist dies der Fall, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage. Beobachten Sie immer wieder die Atmung. Bei Bewusstlosigkeit und nicht normaler Atmung beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Beginnen Sie hier ausnahmsweise mit der zweifachen Beatmung, dann geben Sie 30 Mal Druckmassage. Ein Sprung ins seichte Wasser oder ein Sturz, beispielsweise an der Wasserrutsche, kцnnen Verletzungen an der Wirbelsäule zur Folge haben. Sollte die Person kein Gefühl in den Beinen haben, darf diese nicht bewegt werden. Warten Sie ab, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Tipp 4: Achten Sie besonders auf Kinder im Wasser!

Behalten Sie Kinder im Wasser besonders im Blick. Eine weithin sichtbare und auffällige Kopfbedeckung kann dabei helfen und bietet zusätzlichen Schutz vor Sonneneinstrahlung. Besonders bei kleinen Kindern kommt es vor, dass sie beispielsweise bei einem unbeabsichtigten Sturz ins Wasser einen Stimmritzenkrampf erleiden. Dabei können die Atemwege blockiert werden. Im Wasser kann dies zur Bewusstlosigkeit führen. Zeigt ein Kind keine Lebenszeichen, hat es einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Rufen Sie sofort den Rettungsdienst. Beginnen sie dann mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Beginnen Sie mit der zweifachen Beatmung, dann geben Sie 30 Mal Druckmassage. Sobald das Kind wieder atmet, muss es in die stabile Seitenlage gebracht und warm gehalten werden. Bleiben Sie solange bei dem Kind, bis der Notarzt eintrifft.

 

Die DRK-Wasserwacht leistet 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in Deutschland. Sie rettet jedes Jahr 200 Menschen vor dem Ertrinken und leistet 50.000 Mal Erste Hilfe. Dabei greift sie auf rund 130.000 ehrenamtlich Aktive zurück. Neben der qualifizierten, professionellen Lebensrettung und Ersten Hilfe bilden die Wasserwachtler Schwimmer und Rettungsschwimmer aus, beseitigen Gefahrenquellen am und im Wasser und bereiten Menschen auf Notsituationen vor.

Weitere Informationen unter www.wasserwacht.de.




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