CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

18.2.2011   |   Verbraucher

Schuhkauf: Eine Daumenbreite für genügend Zehenfreiheit


Vorsicht ist auch bei den kleinen weißen Beutelchen geboten, die man beispielsweise in Schuhkartons findet. Diese sollen verhindern, dass sich beim Transport in den Schuhen Schimmel bildet. Meistens enthalten diese nur das harmlose Silikatgel. Beutelchen mit dem Aufdruck „Anti Mould“ können allerdings das hoch gefährliche Dimethylfumarat enthalten

Vier Paar Schuhe kauft jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr – dies hat das Deutsche Schuhinstitut in Offenbach ermittelt. Frauen zeigen sich dabei mit sechs Paar deutlich kauffreudiger als Männer, die sich durchschnittlich nur zwei Paar leisten. Doch egal wie viele Schuhe man kauft, Verarbeitung und Passform müssen stimmen.

„Ein Schuh sollte gut verarbeitet sein und aus natürlichen Materialien bestehen“, rät Dr. Karl Sander von TÜV Rheinland. Leder und Baumwolle bieten einen höheren Tragekomfort als synthetische Materialien, können aber ebenso wie diese mit bedenklichen Farbstoffen versetzt sein. Vorsicht auch bei Plastik- und Gummischuhen, die bedenkliche Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten können. „PAK sind Verunreinigungen in Weichmacherölen, die über die Haut aufgenommen werden könne und als Krebs erregend gelten“, erklärt der TÜV Rheinland-Experte. Bei hohen Konzentrationen können PAK zudem die Leber und das Immunsystem schädigen.

Schuhkäufer sollten daher im Geschäft einen „Riechtest“ machen, rät Sander: „Ein typischer Ledergeruch ist in Ordnung, ein scharfer Gummigeruch hingegen bedenklich.“ Wer seiner Nase nicht traut, sollte auf das TÜV Rheinland-Siegel „Schadstoffgeprüft“ achten, das ein unbedenkliches Tragen garantiert.

Vorsicht ist auch bei den kleinen weißen Beutelchen geboten, die man beispielsweise in Schuhkartons findet. Diese sollen verhindern, dass sich beim Transport in den Schuhen Schimmel bildet. Meistens enthalten diese nur das harmlose Silikatgel. Beutelchen mit dem Aufdruck „Anti Mould“ können allerdings das hoch gefährliche Dimethylfumarat enthalten. Diese Substanz kann verbrennungsähnliche Hautreizungen verursachen und hat in Schuhen nichts verloren.“ so Sander.

Für den Schuhkauf hat der Experte noch ein paar Tipps: Den Schuhkauf am besten auf den Nachmittag legen. Dann sind die Füße durch die längere Belastung des Laufens etwas breiter, was sich durchaus in der Größe bemerkbar machen kann. Schuhe sollten immer anprobiert und ein paar Minuten im Laufen auf ihre Passform getestet werden. Beim Abrollen müssen die Zehen nach vorne ausreichend Spielraum haben, sonst entstehen bei zu kurzen Schuhen auf Dauer Fußschäden. Darum rät der Experte, sich im Zweifelsfall für das Modell zu entscheiden, das vorne eine Daumenbreite Platz bietet.


TÜV Rheinland
Am Grauen Stein
51105 Köln
Tel. 0221 / 806 – 0
www.tuv.com




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse