Zu früh eingeschult? – Wann ist ein Kind schulreif?

Die Wochen vor der Einschulung sind spannend und oft mit einigen Aufregungen verbunden. Ein Kind wird erst dann in die Grundschule aufgenommen, wenn es schulreif ist. Ob die notwendige Schulreife vorhanden ist, lässt sich am Verhalten des Kindes und daran, ob es bestimmte Fähigkeiten besitzt, erkennen.

Zu früh eingeschult? - Wann ist ein Kind schulreif?

Spielerisches Lernen fördert die Motivation

Meist werden Kinder im Alter von sechs Jahren eingeschult. Falls das Geburtsdatum nach einem bestimmten Stichtag ist, besteht die Möglichkeit, das Kind bei entsprechender Eignung vorzeitig einzuschulen. Fremdsprachen zu lernen, steht bei Erstklässlern noch nicht auf dem Stundenplan. Dennoch können schon Grundschüler in den Schulferien an Sprachreisen teilnehmen. Das Erlernen einer Fremdsprache während einer Reise in ein Land, in dem diese Sprache gesprochen wird, gilt als besonders effizient. In der ersten Klasse steht aber vor allem spielerisches Lernen im Vordergrund, um die Kinder zu motivieren und das Interesse an den verschiedenen Unterrichtsfächern zu fördern. Bis zur Einschulung müssen noch einige Dinge wie Schulranzen, Schultüte, Stifte und Hefte besorgt werden. Neben den Verbrauchsmaterialien ist auch die Einrichtung einer Lernecke zu Hause wichtig. Damit Kinder ungestört lernen und Hausaufgaben machen können, werden ein Schreibtisch und ein Stuhl benötigt. Der Kinderschreibtisch sollte ebenso wie Schreibtischstuhl ergonomisch gestaltet und höhenverstellbar sein. Informationen und Tipps zur Einschulung liefert eine Infografik, die alle wichtigen Stichpunkte enthält. Zu den Fähigkeiten, die ein schulreifes Kind haben sollte, zählt, dass es in der Lage ist, eine Stunde lang still zu sitzen und dem Unterricht zu folgen. Von den Grundschülern werden jedoch noch weitere Grundfertigkeiten erwartet. Erstklässler sollten den eigenen Namen schreiben, die Uhr lesen und sich selbstständig an- und ausziehen können. In der Zeit vor der Einschulung können die Eltern viel dafür tun, diese Fähigkeiten des Kindes gezielt zu fördern.

Lesen und Schreiben vor der Einschulung

Damit zukünftige Schulkinder lernen, Regeln einzuhalten, sollte schon im Kindergarten viel Wert auf Pünktlichkeit, Organisation und Zuverlässigkeit gelegt werden. Indem die Eltern ihren Kindern mit gutem Beispiel vorangehen, helfen sie dem Nachwuchs, wichtige Regeln besser zu verstehen. Bevor das Kind zum ersten Mal alleine zur Schule geht, sollte es gemeinsam mit den Eltern den Schulweg mehrmals gegangen sein. Die Schulreife kann auch durch das Einüben alltäglicher Fähigkeiten wie dem Lernen von Verkehrszeichen oder dem Binden der Schnürsenkel gefördert werden. Wenn das Kind in der Lage ist, sich in eine Gruppe zu integrieren und Gleichaltrige zu respektieren, fällt das Einleben in die Schule leichter. Der Einschulungstest, der vor der Einschulung durchgeführt wird, dient dem Zweck, die Schulreife zu bestimmen. Die Einladung für den Schultest wird in der Regel vom Gesundheitsamt oder der zuständigen Grundschule verschickt.

Der Einschulungstest umfasst verschiedene Untersuchungen, darunter auch einen medizinischen Eignungstest, bei dem das Seh- und Hörvermögen und die Zähne untersucht sowie Gewicht und Größe des Kindes gemessen werden. Bei den Eignungsuntersuchungen werden auch wichtige motorische Fähigkeiten wie die Hand-Augen-Koordination geprüft und der Gleichgewichtssinn getestet. Meist ist die Vorlage eines aktuellen Impfausweises notwendig, sodass der Impfstatus des Kindes festgestellt und der Impfschutz bei Bedarf aufgefrischt werden kann. Lesen und Schreiben müssen schulpflichtige Kinder vor der Aufnahme in die Grundschule jedoch noch nicht können.

Bild/er: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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