CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

14.8.2014   |   Haus & Garten

Die Gefahr kommt im Schlaf – Schlaf- und Kinderzimmer mit Rauchmeldern ausstatten


DEKRA: Viele Brandopfer werden in der Nacht überrascht – Rauchmelder-Pflicht kommt in mehreren Bundesländern

Die größte Gefahr geht bei einem Brand nicht vom offenen Feuer, sondern von giftigen Rauchgasen aus. Die Brandexperten von DEKRA erinnern an die Notwendigkeit, alle Schlafräume und Kinderzimmer mit Rauchwarnmeldern auszustatten. Rund 400 Menschen kommen jedes Jahr bei Bränden ums Leben, die meisten bei Wohnungsbränden.

In fast allen Bundesländern sind Brandmelder für Neu- und Umbauten vorgeschrieben, in einigen Bundesländern auch für Bestandsbauten. In Baden-Württemberg und Hessen muss der Bestand bis zum 31.12.2014 nachgerüstet werden, bis Ende 2015 auch in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Vorgeschrieben ist in der Regel mindestens ein Rauchmelder in allen Schlafräumen und auf den Rettungswegen zu diesen Räumen. Für die Installation ist in der Regel der Eigentümer zuständig. Bei Mietwohnungen müssen die Mieter meist selbst auf die Betriebsbereitschaft des Lebensretters achten.

brand

„Wohnungsbrände entstehen nicht nur durch das Rauchen im Bett, eine nicht ausgeschaltete Herdplatte oder Blitzschlag. Relativ häufig sind Defekte an elektrischen Geräten“, sagt Bernhard Schuhmacher, Brandschutzexperte bei DEKRA. Oft kommt es zu einem Schwelbrand, bei dem giftige Rauchgase frei werden. Im Schlaf sind Menschen den Brandgasen ohne Warngeräte wehrlos ausgeliefert. Große Gefahr geht vom geruchlosen Kohlenmonoxid (CO) aus. Es blockiert das Hämoglobin im Blut und verhindert den lebenswichtigen Sauerstofftransport. Schon in geringer Konzentration in der Atemluft, etwa 0,3 bis 0,5 Prozent, wirkt das Gas in wenigen Minuten tödlich. Mit Rauchmeldern besteht die Chance, einen Brand rechtzeitig zu bemerken und sich selbst zu retten.

rauchmelder

Die Brandschutzexperten empfehlen, beim Kauf eines Rauchmelders auf Qualität zu achten. Hochwertige Geräte sind an der Kennzeichnung ‚Q‘ zu erkennen und ab etwa 20 Euro erhältlich. Alle Geräte müssen der DIN 14604 als Mindestanforderung entsprechen. Damit die Geräte dauerhaft schützen können, müsse ihre Funktion regelmäßig anhand der Kontrolltaste geprüft werden. DEKRA warnt davor, den Rauchmelder beim Warnsignal für eine nahezu leere Batterie einfach abzuschalten. In diesem Fall müsse die Batterie oder das Gerät umgehend ausgetauscht werden.

Quelle: DEKRA
Internet: www.dekra.de


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse