Kleine Kinder: Schlaf hilft beim Lernen

Ein kurzer Mittags- oder Vormittagsschlaf bzw. ein Nickerchen spielt für Babys und Vorschulkinder anscheinend eine wichtige Rolle beim Einprägen von gerade Gelerntem. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die auf dem jährlichen Treffen der Cognitive Neuroscience Society in Boston vorgestellt wurde. Vorschulkinder schnitten demnach bei Sprachtests besser ab, wenn sie kurz geschlafen hatten.

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Die Forscher hatten die Fähigkeit der Kinder untersucht, Gruppen zu erkennen, die ähnlich, aber nicht identisch zu etwas sind, das sie vor kurzem gelernt hatten. Das heißt sie sollten das Gelernte auf eine neue Situation anwenden. Eine Fähigkeit, die Transferleistung genannt wird.

Die Studienautoren erklärten, dass dies z.B. die Fähigkeit beschreibt, ein bekanntes grammatikalisches Muster in einem Satz zu erkennen, den man nie gehört hat, oder ein neu gelerntes Wort zu verstehen – unabhängig davon, wer es sagt. Ihre Arbeit zeigte, dass die sprachliche Transferleistung bei Klein- und Vorschulkindern sich durch einen kurzen Schlaf deutlich verbesserte.

Expertin Rebecca Gomez von der Universität in Arizona erklärt, dass Schlaf sehr wichtig ist, um Gelerntes auf neue Situationen anwenden zu können – insbesondere das Schlafen kurz nach dem Lernprozess.

Eine andere wissenschaftliche Arbeit der Universität Tübingen, die auf dem Kongress diskutiert wurde, demonstriert, dass ausreichend Schlaf Erwachsenen hilft, sich ihre Vorhaben besser zu merken.

Quelle: HealthDay, Cognitive Neuroscience Society (news release)

Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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