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04.7.2013   |   Ernährung

Görlitz: Erster Todesfall – Mehr als 50 Salmonellen-Erkrankungen gemeldet

(ck) – In den Landkreisen Görlitz und Bautzen wurden nach Medienberichten seit vergangenem Freitag bereits mehr als 50 Salmonellen-Erkrankungen gemeldet.

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Nach Angaben des Landkreis Görlitz werden die Erkrankten teilweise in Krankenhäusern des Landkreises stationär betreut. Ein 73 jähriger Erkrankter ist inzwischen verstorben – ob ein Zusammenhang mit der Salmonellenerkrankung zum Tode führte wird noch untersucht.

Auf Grund der Erkrankungshäufung wurde am 28. Juni ein gemeinsamer Arbeitsstab vom Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt und Gesundheitsamt eingerichtet, um die Ursachen zu ermitteln.

Die bisherigen Untersuchungen ergaben einen Zusammenhang mit dem Verzehr von Rohfleischerzeugnissen, wie etwa Hackepeter. Diese Erzeugnisse seien  im Zeitraum vom 19. bis 24. Juni in verschiedenen Lebensmittelunternehmen /Fleischereien der Region Görlitz und Bautzen erhältlich gewesen und die mögliche Ursache, so der Landkreis Görlitz.

Derzeit laufen Ermittlungen zu Lieferbeziehungen und Rückverfolgung. In allen bekannten Unternehmen wurden Lebensmittelkontrollen durchgeführt und die Hygienemaßnahmen überprüft.

Salmonellose
(Quelle: wikipedia.de)
Eine Salmonellose oder auch Salmonellenenteritis ist eine von Salmonellen (Bakterien) verursachte infektiöse Gastroenteritis, die aufgrund mangelnder Hygienemaßnahmen, durch den Genuss verseuchten Trinkwassers bzw. den Verzehr infektiöser Lebensmittel hervorgerufen wird und daher auch als Lebensmittelinfektion bezeichnet werden kann.

Es sind an die 2600 verschiedene Salmonella-Serotypen bekannt. Im April 2004 wurde die Unterart Salmonella choleraesuis entdeckt, die gegen die meisten bisher verfügbaren Antibiotika resistent ist. Eine Infektion mit diesem sehr virulenten Erreger kann tödlich verlaufen.

Die Symptome einer Salmonelleninfektion im engeren Sinn sind Erbrechen und Durchfall. Diese können wenige Stunden bis drei (maximal sieben) Tage nach dem Verzehr des befallenen Lebensmittels auftauchen. Die mittlere Inkubationszeit beträgt 20–24 Stunden. Die Erkrankungsdauer beträgt in der Regel nur wenige Stunden oder Tage (in Ausnahmefällen auch mehrere Monate). In diesen unkomplizierten Fällen erfolgt keine antibiotische Behandlung – einerseits um die weitere Entwicklung multiresistenter Stämme zu verhindern, andererseits da dadurch die Bakterienausscheidung verlängert werden kann.

Bei bis zu 5 % der Infizierten verläuft die Erkrankung zusätzlich systemisch mit einem schweren Erkrankungsbild: Fieber zwischen 38 und 39 °C, massive Flüssigkeitsverluste und rasche Gewichtsabnahme, so dass die Notwendigkeit einer Krankenhauseinweisung besteht. Gefährdet sind hier vor allem Kinder, ältere und immungeschwächte Personen.

Quellen: Landratsamt Görlitz – rp-Online – wikipedia

mzt




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