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19.12.2012   |   Familie & Erziehung

Amoklauf in den USA: Wie erkläre ich meinem Kind das Unerklärliche?

Erschütternde Bilder in den Nachrichten vom Amoklauf im US-amerikanischen Newtown sind derzeit allgegenwärtig und wirken verstörend auf Kinder. Die Initiative „SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen“ rät Eltern dazu, mit ihren Kindern über solche Ereignisse zu sprechen und mit ihnen gemeinsam altersgerechte Kindernachrichten zu nutzen.

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Der Amoklauf in den USA ist ein Schock für alle. Auch wenn Kinder keine Nachrichten für Erwachsene sehen, erfahren sie von den tragischen Ereignissen – ob im Gespräch mit Klassen-kameraden auf dem Schulhof, beim Surfen im Internet oder auf den Titeln von Zeitungen am Kiosk.

Wie wirken solche Bilder auf Kinder? „Das kann sich ganz unterschiedlich ausdrücken“, meint SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. „Manche Kinder verstecken sich, andere werden aggressiv oder haben Schwierigkeiten beim Einschlafen. Viele sind verängstigt und reagieren mit Sorge, dass in ihrem Umfeld etwas Ähnliches passieren könnte.“ Bilder von Sicherheitsleuten und Politikern erhöhen für Kinder die Bedeutung der Nachricht, zeigen aber auch, dass selbst Erwachsene manchmal machtlos sind.

Wie können Eltern reagieren, wenn Kinder diese bedrückenden Bilder sehen? „Eltern sollten in jedem Fall mit ihren Kindern über ihre Ängste sprechen und ihnen dabei helfen, die Ereignisse zu verarbeiten“, empfiehlt Kristin Langer. Hier hilft ein einfühlsames Gespräch, um zu lernen, solche Gefahren einzuordnen und mit Ängsten umzugehen. Darüber hinaus können Eltern ihre Kinder dazu anregen, ihre Ängste in einem Bild oder mit einer Geschichte auszudrücken.

Ältere Kinder können Einzelheiten des Tathergangs beschäftigen und Vermutungen anstellen, wie es zu dieser Gewalttat kommen konnte. „Eltern sollten in jedem Falle die Nachrichten zusammen mit ihren Kindern schauen und auf altersgerechte Formate achten. Wenn sie mit ihnen über das Geschehen sprechen, stellt sich meist schnell heraus, wo sich Realität mit den Vorstellungen der Kinder vermischen. Eltern können so auf mögliche Ängste, Wut und Trauer ihrer Kinder reagieren“, meint SCHAU HIN! Mediencoach Kristin Langer.

Kindernachrichten bieten verständliche Erklärungen

Vor allem jüngere Kinder sind noch nicht in Lage, Fernsehnachrichten für Erwachsene zu verstehen und einzuordnen. Insbesondere, wenn Kinder als Opfer einer Katastrophe thematisiert und gezeigt werden, wirkt das in den jungen Fernsehzuschauern lange nach. Angesichts der umfassenden Berichterstattung über den Amoklauf, sollten Eltern darauf achten, welche Nachrichten und Bilder sie ihren Kindern zumuten. Dennoch bekommen Kinder natürlich mit, dass etwas Furchtbares passiert ist und möchten mehr darüber wissen. Kindgerechte Erklärungen bieten Kindernachrichten wie „logo!“ im KiKa (www.zdftivi.de), „neuneinhalb“ in der ARD (www.neuneinhalb.wdr.de), „Minitz“ vom Südwestrundfunk (www.kindernetz.de/minitz) oder der Kinderradiokanal (www.kiraka.de). Die Sendungen erklären einfühlsam die Hintergründe und verzichten auf schockierende Bilder.

Die Initiative „SCHAU HIN!“ bietet auf ihrer Website (www.schau-hin.info) eine Auswahl empfehlenswerter Kindernachrichten und Sendezeiten sowie weitere Informationen zum kindgerechten Umgang mit dem Fernsehen und anderen elektronischen Medien.

„SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Sie wurde 2003 ins Leben gerufen. SCHAU HIN! hilft Eltern und Erziehenden mit alltagstauglichen Tipps und Empfehlungen, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Quelle: Projektbüro “SCHAU HIN! – ”www.schau-hin.info




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