CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

24.1.2012   |   Haus & Garten

Frühjahrsputz – Besser geht es ohne die chemische Keule


Wedeln, schrubben, wienern: In der Hoffnung, den Frühling auch ein bisschen herbeiputzen zu können, steht in vielen Haushalten jetzt wieder das Großreinemachen auf dem Plan

23.01.12 (ams).  Das Motto „viel hilft viel“ mag für manche Dinge im Leben das Richtige sein – um Küche, Bad und den Rest der Wohnung sauber zu bekommen, gilt es nicht: „Die Chemiekeule ist aus hygienischer Sicht unnötig. Dazu schadet sie Umwelt, Gesundheit und Geldbeutel“, sagt Dr. Johanna Hoffmann, Ärztin im AOK-Bundesverband. Für einen sauberen und hygienischen Haushalt reicht das Reinigen mit einigen wenigen Mitteln aus.

Vom Desinfektionsmittel für die Toilette über das Badspray und die Scheuermilch bis zum Ceranfeld-Reiniger und Backofen-Spray finden sich im Supermarkt Dutzende verschiedene Spezialreiniger für Küche, Bad und Wohnräume. Sie alle versprechen porentiefe Sauberkeit und Hygiene, die allermeisten davon – und da sind sich die Experten ausnahmsweise einmal einig – sind überflüssig, viele sogar eher schädlich. Einige enthalten Chlor, andere ätzende Stoffe, die meisten schaden der Umwelt, bestimmte Inhaltsstoffe können Allergien auslösen oder die behandelten Oberflächen angreifen. So verheißen Desinfektionsmittel etwa durch das Abtöten von Keimen Reinheit und Sicherheit. Das Problem: Sie töten nicht nur Krankheitskeime ab, sondern auch andere Keime in der Umwelt.

 

Eine Handvoll Grundreinigungsmittel reicht

„Mit einer Hand voll Grundreinigungsmitteln ist ein Haushalt in Sachen Sauberkeit und Hygiene bestens versorgt“, sagt AOK-Ärztin Hoffmann. Dazu gehören: Neutralreiniger für Böden, Fliesen und Oberflächen, Scheuermilch für hartnäckigen Schmutz, Spülmittel für leichte Verschmutzungen und Fenster, Zitronen- oder Essigsäure zum Entkalken. Wer gerne selber mixt, ist mit Soda, Zitronensäure und Spülmittel im Kampf gegen Fett, Schmutz, Bakterien und Gerüche ausreichend ausgestattet. So lässt sich beispielsweise aus einem Liter Wasser, drei Spritzern Spülmittel und einer Kappe Zitronensäure kostengünstig und einfach eine Grundreinigungslösung gegen Fett und Kalk selbst herstellen.

Küche und Bad sind die Orte, wo der Wunsch nach echter Sauberkeit besonders groß ist. „Aber genauso wie in den übrigen Räumen sind auch hier keine aggressiven Spezialprodukte nötig“, sagt Hoffmann. In der Küche sind Kühlschrank und Putzlappen oder Schwämme die größten Keimherde. Aus dem Kühlschrank müssen zunächst einmal alle alten und möglicherweise sogar angeschimmelten Produkte raus. Gröberer Schmutz kann mit Spülmittel entfernt werden, anschließend wird der Kühlschrank noch einmal mit Essig- oder Zitronensäure ausgewischt. Für den Kühlschrank gilt aber: „Der Frühjahrsputz allein reicht nicht, die Böden und Fächer müssen häufiger gereinigt werden,“ so Hoffmann.

 

Lappen und Schwämme sauber halten

Ganz wichtig ist es, Lappen und Schwämme sauber zu halten und regelmäßig in der Maschine bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen oder auszutauschen. Ansonsten werden darüber Keime schnell vom Kühlschrank zum Messer, vom Messer aufs Obst und so weiter übertragen.

Auch in den Backöfen sieht man, dass wieder einmal ein Frühjahrsputz fällig ist. Statt eines speziellen Backofensprays mit einem hohen Säuregehalt ist auch hier ein einfaches Mittel sehr effektiv: Der Boden des Backofens wird mit Sprudelwasser, einigen Esslöffeln Soda und ein paar Spritzern Spülmittel bedeckt. Bei 100 Grad löst diese Mischung Verkrustetes und Fettiges, nach einigen Stunden kann der Ofen ausgewischt werden.

 

Desinfektionsmittel können die Umwelt belasten

Mehr noch als in der Küche setzen viele Leute im Bad auf antibakterielle Reiniger aus Furcht, dass sich hier Keime vermehren und breit machen. „Natürlich muss hier Sauberkeit herrschen, aber man muss dazu nicht so scharf schießen“, sagt Hoffmann. Im Übrigen haben Tests ergeben, dass Desinfektionsmittel nicht einmal besser reinigen als ganz normale Mittel und noch dazu die Umwelt stark belasten. Für das Innenleben der Toilette ist ein ganz gewöhnlicher WC-Reiniger sinnvoll – allerdings ohne Salz- oder Phosphorsäure, da diese die Schleimhäute schädigen und die Umwelt belasten. Für die übrigen Flächen reichen Wasser, Scheuermilch und Allesreiniger. Wer selbst mixen möchte, kann auch hier wieder Wasser, Spülmittel und Zitronensäure als Grundlösung einsetzen.

 

Regelmäßiges Händewaschen wichtig

Zum Frühjahrsputz gehört auch das gründliche Reinigen der Abflüsse von Haaren und Belegen. Folgendes Hausmittel hat denselben Effekt wie ein teures Spezialprodukt und schont die Umwelt: Mischen Sie drei Esslöffel Soda mit drei Litern Wassern, schütten Sie es in den Abfluss und lassen es dort einige Stunden einwirken, anschließend einfach wegspülen. Wichtiger noch als die perfekte Reinigung von Küche und Bad beim Frühjahrsputz ist es, tagtäglich eine ganz einfache Regel zu beherzigen: Das regelmäßige Händewaschen, vor allem nach dem Toilettengang und vor dem Zubereiten von Speisen. „Viele Keime, die krank machen können, verbreiten wir über die Hände“, sagt Hoffmann.

Weitere Informationen gibt es bei den Verbraucherzentralen in den jeweiligen Bundesländern.

Verbraucher-Tipps hat auch das Bundesinstitut für Risikobewertung.  

 

Quelle:
AOK-Bundesverband
Internet: http://www.aok-bv.de


Mehrheit der Deutschen riskiert Unfälle bei der Hausarbeit

Vorsicht im Haushalt? Ach, was!Beim Putzen und Aufräumen nehmen es die Deutschen mit der Sicherheit scheinbar nicht so genau. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau

 

BUND veröffentlicht Datenbank mit über 200 Nano-Produkten

Die Verbraucherinnen und Verbraucher seien aufgerufen, Hinweise auf Nano-Materialien in Produkten des täglichen Bedarfs an den BUND weiterzugeben. Die Produkte würden dann in die BUND-Datenbank aufgenommen.

 

 BfR warnt vor Salpetersäurehaltigen Reinigungsprodukten

Wir bitten vor allem alle Eltern derartige Mittel (sofern im Haushalt vorhanden) umgehend fachgerecht zu entsorgen!!Von deutschen Giftinformationszentren wurden Fälle von zum Teil schweren Gesundheitsschäden gemeldet, die durch den Umgang mit bestimmten Salpetersäurehaltigen Reinigungsprodukten im Haushalt aufgetreten sind

 

Gefährliche Chemikalien: Haushaltsmittel richtig verwenden und lagern

Bei Unfällen immer sofort einen Arzt aufsuchen Gefahrstoffe befinden sich auch in Putz- und Desinfektionsmitteln, Abflussreinigern, Farben, Lacken, Sprays und Sprühflaschen. Handelsübliche Haushaltsmittel enthalten oft Chemikalien und damit häufig unterschätzte Risiken – besonders für Kinder

 




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse