CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

08.11.2011   |   Ernährung - Gesundheit

Vitamine: Obst und Gemüse besser als Tabletten


Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt bereits seit geraumer Zeit vor der Einnahme besonders hoch dosierter Vitamine

Rund ein Viertel der Deutschen greift regelmäßig zu Vitaminen in Tablettenform. Das haben Experten des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel herausgefunden. Frauen greifen demnach häufiger zu Pillen als Männer. „Dabei haben Studien eindeutig bewiesen, dass wir in der westlichen Welt keine zusätzlichen Vitamine einnehmen müssen“, weiß Dr. Ulrike Roth, Gesundheitsexpertin bei TÜV Rheinland. „Die Industriestaaten und damit auch Deutschland zählen nicht zu den Vitaminmangelländern.“

Vitaminpillen bieten Drogerie- und Supermärkte in großen Mengen an. Sie versprechen mehr Wohlbefinden, stärkeres Haar und Nägel oder ein geringeres Erkältungsrisiko. „Es sind die vielfältigen wertvollen Inhaltstoffe von Obst und Gemüse, die das Immunsystem stärken. Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe können nicht in eine Tablette gepresst werden“, erklärt Dr. Ulrike Roth. Die Expertin rät, auf eine abwechslungsreiche Ernährung zu achten: „Wer nur Fastfood isst und meint, seinen Vitaminhaushalt mit Tabletten auffrischen zu können, der irrt.“ Schon mehrere kleine Portionen Obst am Tag tragen zur ausgewogenen Ernährung bei. Expertentipp: Einfach einen Apfel in kleine Stückchen schneiden oder Weintrauben auf den Schreibtisch stellen. So ist Obst essen auch am Arbeitsplatz unkompliziert und ersetzt im Idealfall den Griff in die Gummibärchentüte.

Wer sich trotzdem für Vitamine in Pillenform entscheidet, der sollte das Risiko der Überdosierung im Auge behalten. Heutzutage sind die meisten Vitamine nicht als geprüftes Arzneimittel auf dem Markt erhältlich und die Dosierungsbeschreibung auf den Packungen ist oft ungenau: „Die Verstoffwechselung variiert von Mensch zu Mensch und schnell nimmt man zu viel“, weiß Dr. Roth. Wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C scheidet der Körper bei Überdosierung zwar aus. Fettlösliche verbleiben jedoch im Organismus. „Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt bereits seit geraumer Zeit vor der Einnahme besonders hoch dosierter Vitamine “,erläutert die Gesundheitsexpertin. Daher ist es ratsam, lieber einen Arzt zu konsultieren, anstatt wahllos Tabletten einzunehmen. Empfehlungen zur zusätzlichen Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen gibt es heute nur noch für wenige Personengruppen, ein Beispiel ist die Gabe von Folsäure in der Schwangerschaft.




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse