CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

01.6.2017   |   Gesundheit

Durchfall bei Kleinkindern nicht mit Motilitätshemmern verringern

Durchfall auf Reisen: Stuhlhäufigkeit bei Kindern nicht mit Motilitätshemmern verringern

Bei Durchfallerkrankungen dürfen Säuglinge und Kleinkinder unter zwei Jahren auf keinen Fall sog. Motilitätshemmer erhalten, auch wenn sie auf Reisen sind.

„Motilitätshemmer lähmen die bei Durchfallerkrankungen häufig erhöhte Darmmotorik und senken dadurch die Stuhlhäufigkeit bei Erwachsenen, was insbesondere auf Reisen hilfreich sein kann. Doch bei kleinen Kindern wird dadurch die Fähigkeit des Darms, sich selbst zu reinigen, unterbunden. So können z.B. bakterielle Keime unter Umständen länger im Körper bleiben, sich vermehren und schlimmstenfalls in die Blutbahn übertreten. Darüber hinaus binden solche Motilitätshemmer nicht nur an die Opioid-Rezeptoren der Darmschleimhaut, sondern auch an die des Hirnes, wenn die sog. Blut-Hirn-Schranke noch offen ist. Dies ist bei Säuglingen und Kleinkindern bis zum Alter von zwei Jahren der Fall. Sie können hier schwere und gefährliche Atemdepressionen verursachen.

Auch Heranwachsenden bis zu zwölf Jahren dürfen Eltern solche Mittel nur auf Anordnung eines Arztes verabreichen“, warnt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Am besten sollten Eltern sich rechtzeitig vor einer Reise von ihrem Kinder- und Jugendarzt eine Reiseapotheke empfehlen lassen und mit ihm besprechen, was im Falle eines Durchfalls zu tun ist. Vielleicht rät er – abhängig vom Alter des Kindes – zu einer Elektrolytmischung, die selbst nach seinen Angaben zusammengemischt werden kann oder in der Apotheke als Fertigpräparat zu besorgen ist.

Bei Fieber, Blut oder Schleim im Stuhl, häufigem Erbrechen, starken Schmerzen, Kreislaufproblemen oder bei starkem Durchfall, der länger anhält, müssen Eltern in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Bei Babys gilt dies bei mehr als vier wässrigen Stühlen innerhalb von 24 Stunden, bei Kleinkindern bei mehr als sechs wässrigen Stühlen innerhalb dieser Zeit und bei Schulkindern bei mehr als acht bis zehn wässrigen Stühlen innerhalb von 24 Stunden. “Je kleiner die Kinder sind, desto eher droht ein gefährlicher Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Neben Wasser verliert der Körper wichtige Mineralstoffe. Ein trockener Mund, weiße Haut ohne Spannung und Schläfrigkeit sind Alarmzeichen einer Austrocknung“, warnt Dr. Fegeler.

Quelle: MMW-Fortschr Med.

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema

Sonntagsarm – Kleinkinder nicht an einer Hand hochziehen

Sonntagsarm – Kleinkinder nicht an einer Hand hochziehen

Ziehen Eltern oder Erzieher kleine Kinder ruckartig an einer Hand hoch, kann dadurch das Ellenbogengelenk verletzt werden. Denn bei Kleinkindern kann die Verbindung im..




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

UV Warnungen und Prognosen

Aktueller UV-Index

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlen

Schädigungen der Haut durch UV Strahlung finden bereits lange vor einem Sonnenbrand statt. Dieser bzw. die Rötungen sind die extreme Schädigung und sichtbare Anzeichen einer Verbrennung durch Strahlung


Sicherer Wasserspaß

Sicherer Wasserspass

Noch Stunden nach einem Badeunfall möglich
Sekundäres Ertrinken bei Kindern

Eltern sollten Kinder nach einem Badeunfall, bei dem ihre Schützlinge möglicherweise Wasser in die Lunge bekommen haben, beobachten

Unterschätzte Gefahr

trampolin

Besser allein aufs Trampolin

Wer Kinder hat, weiß: Ein Trampolin gehört inzwischen zur Spielausrüstung im eigenen Garten . Mit der Zahl der Trampoline ist leider die Zahl der Unfälle gestiegen

Aktuelle Tests…

– Anzeige –
Buch- und Lesetipps
Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse