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24.12.2014   |   Gesundheit

Kinder mit Neurodermitis: Juckreiz möglichst gering halten

Kinder mit Neurodermitis (auch: endogenes Ekzem, atopisches Ekzem, atopische Dermatitis oder Dermatitis atopica) leiden oft unter einem starken Juckreiz. Amerikanische Kinder- und Jugendärzte geben Tipps, wie der Juckreiz möglichst gering gehalten wird.

Juckreiz bei Neurodermitis möglichst gering halten

Betroffene Hautstellen sind trocken, gerötet und jucken. Gereizte Haut entwickelt sich an verschiedenen Körperstellen, je nach Alter des Kindes. Bei Säuglingen erscheinen die Ekzeme in der Regel auf den Wangen, auf der Kopfhaut, am Oberkörper, an Armen und Beinen. Kleine Kinder entwickeln oft auf ihren Gelenken und in den Hautfalten Neurodermitis. Bei älteren Kindern und Jugendlichen treten die juckenden Stellen häufig auf Händen und Füßen auf. Die Ekzeme sind nicht ansteckend, und bei vielen Kindern verschwinden die Hautprobleme mit zunehmendem Alter.

Die Ursachen der Neurodermitis sind noch nicht völlig geklärt. Normalerweise speichert Haut Feuchtigkeit und schützt vor Reizen bzw. Allergenen. Ein Bestandteil der Barriere in der Haut ist ein Protein namens Filaggrin. Forscher fanden heraus, dass bei vielen Menschen, die an Neurodermitis leiden, das Filaggrin-Protein Feuchtigkeit entweichen und Reizstoffe eindringen lässt. Das fehlerhafte Filaggrin erleichtert auch das Bakterienwachstum auf der Haut. Diese Faktoren zusammen führen zu den typischen Hautproblemen.

Viele Faktoren lösen Neurodermitisschübe aus oder führen zu einer Verschlechterung der Symptome, wie z.B. Pollen, Schimmel, Staub, raue Stoffe, Hitze, rissige Haut, Reinigungsmittel und Stress. Kratzt sich ein Betroffener, dann kann dies Entzündungen begünstigen.

Folgende Maßnahmen können helfen, den Juckreiz zu lindern:

  • Eine sorgfältige Hautpflege hilft den Juckreiz bei Neurodermitis-Kindern zu lindern. Für die Basispflege gilt grundsätzlich: fett auf trocken, feucht auf feucht. Öle, Vaseli-ne oder Melkfett sind ungeeignet, da sie die Haut bei längerer Anwendung austrock-nen. Parfümfreie Cremes und Salben sind am besten geeignet. Eltern sollten nur milde Waschmittel ohne Farbstoffe oder Duftstoffe verwenden.
  • Eine Kühlung der Haut empfinden die Kinder meist als angenehm. So können gekühl-te Hautpflegeprodukte, leichte Kleidung z. B. aus Baumwolle, Seide, Mikrofasern (zur Vermeidung eines Wärmestaus) sowie Temperaturen im Kinderschlafzimmer von etwa 19° bis 20°C helfen. Ein Bad sollte nicht heiß sein und das Kind sollte nur kurz darin verweilen.
  • Bei manchen Kindern kann Stress die Hautprobleme verstärken. Hier sollten Eltern zusammen mit dem Kind nach geeigneten Methoden suchen, um Stress zu vermeiden.
  • Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind saubere, glatte und kurz geschnittene Nägel hat, um Kratzwunden und eine Infektion zu vermeiden.
  • Zur Behandlung der Neurodermitis stehen u.a. auch entzündungshemmende cortison-freie Salben zur Verfügung.
  • Manche Kliniken bieten für Eltern und ihre Kinder Schulungsprogramme an mit hilf-reichen Informationen für den Umgang mit Neurodermitis. Sprechen Sie mit Ihrem Kinder- und Jugendarzt, ob es in Ihrer Nähe solche Möglichkeiten gibt.

Quelle. AAP News Parent Plus

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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