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03.9.2014   |   Ernährung - Verbraucher

Fruchtpüree aus dem Quetschbeutel ist überflüssig und zu teuer

Eltern sind schnell besorgt, wenn ihr Kind zu wenig Obst isst. Der Griff zum Fruchtpüree aus dem Quetschbeutel erscheint als einfache Lösung. Die Hersteller bieten mittlerweile zahlreiche Produktvarianten an. Deshalb hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen in einem Marktcheck stichprobenartig sogenannte Quetschies überprüft. Das Ergebnis: Die Beutel kosten viel mehr als die üblichen Gläschen oder frisches Obst. Zudem ist das ständige Nuckeln an den Packungen für Kleinkinder ungesund.

Der Quatsch mit den Quetschies

Der Quatsch mit den Quetschies

„Bei Quetschies handelt es sich um ein weiteres Kinderlebensmittel, welches überflüssig und dazu noch überteuert ist. Hinzu kommt, dass die Kaumuskulatur und damit die Sprachentwicklung von Kleinkindern gefördert werden, wenn sie Obststückchen knabbern. Diese Wirkung erzielt kein Quetschie“, sagt Anneke von Reeken, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Zudem kann regelmäßiges Nuckeln an Quetschies Karies verursachen, weil die Zähne vom Fruchtpüree umspült werden. Denn trotz der Angabe „ohne Zuckerzusatz“, enthalten die Beutel natürlichen Fruchtzucker, der die empfindlichen Milchzähne angreift.


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Die Verbraucherzentrale beurteilte neun verschiedene in Discountern, Supermärkten und Drogerien gekaufte Quetschies für Kinder ab einem Jahr. Ein Frucht-Quetschie kostet zwischen 75 und 95 Cent, ein Obstgläschen mit doppelt so viel Inhalt gibt es ab 65 Cent. Der Inhalt der Beutel besteht hauptsächlich aus pürierten Äpfeln, Bananen und Birnen, die mit geringen Anteilen von Fruchtsaftkonzentraten verdünnt und so „quetschbar“ gemacht werden. Das Obstpüree in den bunten Verpackungen, das direkt in den Mund gequetscht wird, ist bei Kindern auch durch die lustigen, bunten Verpackungen beliebt.

Die vollständigen Ergebnisse des Marktchecks können hier >> abgerufen werden.

Verbrauchertipp

Quetschies stellen eine teure Alternative zu Gläschen und Obst dar. Sie sollten die tägliche Portion Obst und Gemüse nicht ersetzen. Der Gewinn ist für Kinder am größten, wenn sie frische Obststückchen essen. Vor allem wenn Eltern ihnen Zauberäpfel, Bananenkrokodile oder ähnliche, phantasievolle Kreationen anbieten. Nur als Ausnahme auf Reisen sind Quetschies wegen der kleinen Menge bedingt geeignet.

Quelle: Verbraucherzentrale Niedersachsen
Internet: http://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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