Zöliakie: Glutenfreie ungesunde Nahrungsmittel nicht als Trostpflaster nutzen

Leidet ein Kind unter Zöliakie, sollten Eltern es nicht mit ungesunden Extras wie glutenfreien Süßigkeiten und glutenfreiem Junkfood verwöhnen. Wie bei anderen Kindern sollte Ungesundes ab und zu erlaubt sein, aber nicht die Regel sein. „Kinder mit Zöliakie müssen sich ein Leben lang glutenfrei ernähren. Denn ihr Körper kann das sogenannte Klebereiweiß bzw. Gluten nicht verarbeiten, das sich in Getreidesorten wie v.a. Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Grünkern befindet.

getreide

Beachten Betroffene bestimmte Ernährungsregeln nicht, kann dies u.a. zu Durchfall und Bauchschmerzen, längerfristig zu Wachstumsstörungen und Osteoporose führen und den Dünndarm schädigen. Mittlerweile gibt es aber sehr viele gesunde Alternativen für Zöliakie-Patienten,“ rät Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

aid-glutenaid-Kompaktinfo “… frei von Gluten”
12 Seiten, Erstauflage 2013, Bestell-Nr.: 61-357, Preis: bis 50 Stück kostenlos zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro gegen Rechnung

Direktlink in den aid-Medienshop >>

Mit Buchweizen oder Quinoa (glutenfreies Inka-Korn) können Eltern beispielsweise gesunde und leckere Pfannkuchen oder auch Muffins herstellen. Bei den meisten Kindern sind als Basis von Gebäck Nussmehl wie Mandelmehl (entölt) oder Kokosnussmehl (ballaststoffreich, kohlenhydratarm) beliebter als stärkehaltiges Reismehl oder Kartoffelstärke. „Normales Mehl“ wird daneben auch durch Soja-, Kastanien-, Johannisbrot- oder Tapiokamehl ersetzt. Nicht glutenhaltige „Getreidesorten“ sind neben Reis, Buchweizen und Quinoa, Mais, Hirse sowie Amaranth. Für Marinaden kann eine glutenfreie Tamari-Sojasoße hilfreich sein.

Kinder mit Zöliakie sind häufig von Eisen- und Folsäuremangel betroffen, da sie bestimmte Nahrungsmittel nicht essen dürfen und ihr Darm diese Substanzen oft nicht so gut aufnehmen kann. „Der Kinder- und Jugendarzt kann feststellen, ob das Kind bereits unter einem Mangel leidet. In manchen Fällen ist dann die Einnahme von Vitaminen und Mineralien erforderlich. Eine Ernährungsfachkraft kann Eltern bei der Erstellung eines Speiseplans beraten,“ so Dr. Fegeler. Eisenreich sind rotes Fleisch, Geflügel, Bohnen, Shrimps, Linsen, Tofu, Cashewnüsse und Kartoffeln. Bohnen, Linsen, Edamame (grüne Sojabohnen), Erdnussbutter, Avocados, Orangen und Erdbeeren enthalten viel Folsäure. Grünes Blattgemüse wie Spinat und Rote Beete gehören auch zu den Folsäure-reichen Gemüsesorten. Aber sie sind vor allem bei den kleinen Kindern nicht so beliebt.

Quellen: US News, Monatsschrift Kinderheilkunde

————————————-
Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

mzt

Das könnte Dich auch interessieren...

1 Antwort

  1. franzi sagt:

    Hallo ich habe hier nochmal einige Lebensmittel aufgelistet in denen Folsäure und Eisen enthalten ist. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen bei der Essenswahl

    Folsäure:
    Ruccola, Spinat, Spargel, Brokkoli, Radieschen und Vollkornprodukte

    Eisen:
    getrocknete Petersilie, Zuckerrübensirup, Kakaopulver, Kürbislerne usw.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.