ÖKO-TEST Pflegeprodukte für Schwangere: Keine Chance bei Dehnungsstreifen

Spezielle Pflegeprodukte für Schwangere sind zwar teuer, sie enthalten aber keine speziellen „Wirkstoffe“, die Dehnungsstreifen Paroli bieten können. Das zeigt eine Untersuchung von ÖKO-TEST in der aktuellen April-Ausgabe. Immerhin kommen die meisten Produkte ohne bedenkliche Inhaltsstoffe aus.

ÖKO-TEST Pflegeprodukte für Schwangere - Bild: Ökotest

Cremen und Massieren ist nicht ganz sinnlos, zumindest in der Theorie: Schwangere können so den Stoffwechsel des Bindegewebes und die Durchblutung stimulieren. Außerdem wird die strapazierte Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Doch alle Studien kommen zu demselben Fazit: Das Cremen kann die Bildung von Schwangerschaftsstreifen nicht verhindern oder ihre Schwere mildern.

Zudem sind die 20 von ÖKO-TEST untersuchten Pflegeprodukte nicht alle zu empfehlen. Drei Cremes, die zu den teureren gehören, enthalten beispielsweise Paraffine und synthetische Fette. Diese sind für den Hersteller günstiger als natürliche Fette und Öle, doch sie integrieren sich nicht so gut ins Hautbild.

Das Labor entdeckte in manchen Produkten auch Konservierungsstoffe, die als allergieauslösend gelten, und Parabene, die vermutlich wie ein Hormon wirken, ebenso Duftstoffe, die häufig Kontaktallergien hervorrufen.

In einem Pflegeöl wurde künstlicher Moschus-Duft nachgewiesen. Das ist laut ÖKO-TEST gerade für ein Produkt, das für eine Anwendung in und nach der Schwangerschaft empfohlen wird, besonders bedenklich. Schließlich kann der Moschus-Duft über die Haut aufgenommen und mit der Muttermilch an das Baby weitergegeben werden. In Tierversuchen verursachten diese Kunstdüfte Leberschäden.

Das ÖKO-TEST-Magazin April 2013 gibt es seit dem 28. März 2013 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Bildquellen: ÖKO-TEST

ÖKO-TEST Verlag GmbH
www.oekotest.de

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