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05.1.2012   |   Familie & Erziehung

Sozialer Status beeinflusst das Wachstum von Kindern


Wenn Arbeitslosigkeit und sozialer Status der Eltern das Wachstum von Kindern hemmen, müssen wir mit unseren Präventionsanstrengungen noch früher beginnen…

(Berlin/Köln) – „Wenn Arbeitslosigkeit und sozialer Status der Eltern das Wachstum von Kindern hemmen, müssen wir mit unseren Präventionsanstrengungen noch früher beginnen, noch intensiver und noch familienorientierter werden als bisher. Wir brauchen einen Ausbau und eine bessere Vernetzung der frühen Hilfen, um die Ressourcen von Familien von Anfang an zu fördern.

Wir müssen insbesondere Mütter besser unterstützen, wenn wir wollen, dass unsere Kinder gesund aufwachsen. Zu dieser Unterstützung gehören bestens ausgebildete und nach Leitlinien arbeitende Familienhebammen oder Kinderkrankenschwestern, die die Mütter zu Hause besuchen und beraten. Dazu gehört ebenfalls der weitere Ausbau der kinder- und jugendärztlichen Untersuchungen, bei denen junge Mütter ebenfalls zu allen Fragen der Kindererziehung und –ernährung beraten werden.“ Dies sagte heute der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Dr. med. Wolfram Hartmann anlässlich der Veröffentlichung einer Studie von Tübinger Wissenschaftlern.

Diese hatten zusammen mit dem Landesgesundheitsamt Brandenburg über zwölf Jahre lang an 250 000 Erstklässlern untersucht, inwiefern eine hohe Arbeitslosigkeit das Wachstum von Kindern beeinflusste. Ergebnis: Kinder von arbeitslosen Eltern sind im Schnitt kleiner als ihre Altersgenossen.

Die Gründe:

Psychologischer Stress, Frustration der Eltern und daraus folgend die Vernachlässigung der Kinder. Weitere Forschungsergebnisse der Tübinger Wissenschaftler zeigen, dass das Ausbildungsniveau der Mutter besonders bedeutsam ist, da sich meist Mütter um Ernährung und Versorgung der Kinder kümmern.

 

BVKJ-Präsident Hartmann: „Die ersten Jahre sind die »Schicksalsjahre des Lebens«. Internationale Studien wie das Perry Preschool Project haben gezeigt, dass es möglich ist, Kinder aus Risikofamilien durch frühe Intervention nachhaltig zu fördern, so dass sie ihre intellektuellen und sozialen Fähigkeiten entsprechend ihren Anlagen entwickeln und als Erwachsene unabhängig von staatlicher Fürsorge leben können.

In Deutschland sind diese Erkenntnisse noch zu wenig bekannt und im Alltag nicht hinreichend umgesetzt. Wir verschleudern unsere Zukunft, indem wir sozial benachteiligte Familien alleine lassen. Das muss sich ändern.“

BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V.          www.kinderaerzte-im-netz.de




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