CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

04.1.2012   |   Gesundheit

Ausreichend Vitamin D auch bei trübem Wetter

(dgk) Vor vielen tausend Jahren wanderten unsere Vorfahren aus warmen und sonnigen Klimazonen immer weiter nach Norden. Hier in unseren Breiten fanden sie fruchtbare neue Siedlungsgebiete und damit gute Überlebenschancen. Der Organismus des Menschen war und ist aber nicht eingerichtet auf den Sonnen- und damit Lichtmangel des nördlichen Winterhalbjahrs. Erschwerend kommt heutzutage dazu, dass wir uns die größte Zeit des Tages in geschlossenen Räumen aufhalten. Meist ist eine Glasscheibe zwischen uns und den Sonnenstrahlen.

Aber unser Körper braucht Sonnenlicht. Ganz konkret braucht er es, um genügend Vitamin D zu bilden. Dieses wird bei direkter Sonneneinstrahlung von der Haut produziert – allerdings nur dann, wenn ausreichend kurzwellige UVB-Strahlen auftreffen. Der Schräg­stand der Sonne im Winterhalbjahr führt dazu, dass ein Großteil der UVB-Strahlung durch die Atmosphäre absorbiert wird. Deshalb erreicht nur eine Minderheit der Menschen im nördlichen Mitteleuropa eine optimale Versorgung mit Vitamin D. Wird ein Mangel vermu­tet, kann ein Bluttest Klarheit schaffen.

Für Kinder ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D besonders wichtig. Bei unzureichender Sonneneinstrahlung, wie beispielsweise im Winter, empfiehlt die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) daher eine Vitamin D-Ergänzung.- Bild: DGK

Vitamin D ist wichtig für die Regulierung des Kalzium-Spiegels im Blut und damit für den  Knochenaufbau. Bei Kindern führt ein Mangel zu Rachitis mit Knochenverformungen und bei Erwachsenen zur schmerzhaften Knochenerweichung (Osteomalazie). Man geht davon aus, dass Vitamin-D-Mangel ein Risikofaktor für viele Krankheiten ist, wie beispielsweise für Brust-, Dickdarm- und Nierenkrebs, Leukämie, einige  Autoimmun­erkrankungen, Hirnleistungsstörungen, Herzerkrankungen und Osteoporose. Ein zu geringer Vitamin-D-Spiegel ist möglicherweise auch ein Risikofaktor für Multiple Sklerose (MS). Je näher ein Mensch in Richtung Äquator aufwächst, desto geringer ist sein Erkran­kungsrisiko. Je weiter weg er in Richtung Nord- oder Südhalbkugel seine Kindheit verbringt, desto häufiger entwickelt er eine Multiple Sklerose.

Sollten wir deshalb alle am Äquator überwintern? Nein. Für helle Hauttypen wäre das wegen des Hautkrebsrisikos fatal. Doch sich so viel möglich draußen aufhalten, auch im Winter: Das ist sinnvoll. Wenn allerdings nicht genügend Vitamin D über die Haut gebildet werden kann, sollte man es über Nahrungsmittel aufnehmen. Früher war der Löffel Lebertran für Kinder obligat, denn es enthält viel Vitamin D. Mit weitem Abstand folgen Räucheraal, Hering, Lachs und Sardinen. Auch Pilze und Milchprodukte versorgen den Körper mit dem wichtigen, fettlöslichen Vitamin, allerdings nur in geringen Mengen. Für Menschen, die keinen oder kaum Fettfisch essen und den Winter in unseren Breiten verbringen, empfiehlt sich Vitamin D in Form von Tabletten einzunehmen. Die richtige individuelle Dosis sollte man mit dem Arzt oder Apotheker klären.

 

Foto: Kinder im Schnee Bildquelle: DGK

Autorin: Martina Stein-Lesniak
Deutsches Grünes Kreuz e.V.
www.dgk.de




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse