Kinder rechtzeitig auf den Schulweg vorbereiten

„Was man als Fußgänger wissen muss, sollten Kinder frühzeitig lernen – nicht erst dann, wenn die Schule anfängt“, rät die Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Doch auch Schulanfänger, die sich bereits relativ sicher im Straßenverkehr bewegen können, müssen den künftigen Schulweg mit all seinen Gefahren kennenlernen und üben. Das richtige Verhalten im Straßenverkehr geht Kindern am besten in „Fleisch und Blut“ über, wenn sie es über einen längeren Zeitraum immer wieder trainieren.

Parkende Autos versperren die Sicht - Bild: Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Parkende Autos versperren die Sicht - Bild: Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Vorbildfunktion notwendig
„Niemand sollte die Bedeutung unterschätzen, die das Vorbildverhalten von Erwachsenen auf Kinder hat“, appelliert Konrad Klöckner, Ansprechpartner bei der Unfallkasse für den Schulbereich, deshalb nicht nur an Eltern. Er sieht alle Verkehrsteilnehmer in der Pflicht. „Ein erwachsener Mensch, der bei roter Ampel über die Straße läuft, meint Gefahren einschätzen bzw. auf diese angemessen reagieren zu können. Kinder, die dieses Fehlverhalten nachmachen, sind sich der Gefahren nicht bewusst“, warnt der Sicherheitsexperte.

Kinder nehmen anders wahr
Die Teilnahme im Straßenverkehr ist für Kinder viel schwieriger und gefährlicher als für Erwachsene. Kinder können aufgrund ihrer Körpergröße nicht über parkende Autos sehen. Umgekehrt nehmen Autofahrer die Kinder nicht bzw. zu spät wahr, wenn sie am Straßenrand oder zwischen Fahrzeugen mit ausgestrecktem Arm signalisieren, dass sie die Straße überqueren möchten. Hinzu kommt, dass Kinder Geräuschquellen nicht sicher orten können, ihr Sichtfeld gegenüber einem erwachsenen Menschen eingeschränkt ist und sie die Geschwindigkeit insbesondere des entgegenkommenden Verkehrs nicht richtig einschätzen können. Diese Fakten sowie das spontane und oft auch unberechenbare Verhalten von Kindern müssen alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigen und ein besonderes Augenmerk auf sie richten.

Schulwegtraining
Eltern helfen ihren Kindern und schützen sie, wenn sie rechtzeitig mit dem Üben des Schulwegs beginnen. Die Erwachsenen sollten sich beim Training von den Kindern führen lassen und sie dabei beobachten. Auf Verkehrspunkte, an denen sie unsicher reagieren, ist besonders zu achten. Ganz wichtig: Kindern soll das Schulwegtraining Spaß machen. Mit Lob und Anerkennung also nicht sparen. Dagegen sollten sie auf zu großes Angstmachen vor den Gefahren im Straßenverkehr verzichten. Das schüchtert Kinder ein und verunsichert.

Kinder sind abgesichert
Schulkinder sind auf den Wegen zur Schule und von dort nach Hause gesetzlich unfallversichert. Zuständig ist für die rheinland-pfälzischen Schulen die Unfallkasse in Rheinland-Pfalz. Eine sinnvolle Hilfe beim Schulwegtraining ist die Broschüre „Gib Acht – Schulanfänger“. Eltern, die von der Schule noch kein Exemplar erhalten haben, finden die Lernhilfe auf der Internetseite der Unfallkasse Rheinland-Pfalz: www.ukrlp.de Suchwort: Schulanfänger

 

Unfallkasse Rheinland-Pfalz: www.ukrlp.de

 

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