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26.11.2010   |   Produkttests

DEKRA warnt vor Billig-Kerzen

Stuttgart – Finger weg von Kerzen ohne Gütezeichen! Das rät DEKRA allen, die im Advent den Kerzenschein ohne Gefahren und Enttäuschungen genießen wollen. Eine Stichprobe hat ergeben: Von sechs getesteten Billigkerzen-Fabrikaten fielen fünf durch. Sie enthielten Schadstoffe oder brannten nicht befriedigend. Kerzen mit unabhängigem RAL-Gütezeichen dagegen bestehen im Vergleich das Prüfprogramm ohne Probleme.

Der allgemein anerkannte Standard ist die Norm RAL-GZ 041, die das Abbrandverhalten von Kerzen und Lichten bezüglich Qualität, Sicherheit und Schadstofffreiheit regelt. Für einen Vergleichstest beschaffte DEKRA Industrial diverse Produkte ohne Gütesiegel bei Discountern und Baumärkten.

Die Ergebnisse:

Zwei Chargen Billig-Kerzen bestanden nicht, weil sie zu viel Ruß entwickelten. Eine davon enthielt zudem das Zehnfache der erlaubten Menge an gesundheitsgefährdendem Schwefel – nach Aussage der DEKRA Experten ein Indikator für die unzureichende Aufbereitung der Rohstoffe.

Zwei Packungen Lichte fielen durch, weil sie keine ausreichend kräftige, ruhige Flamme entwickelten bzw. zuviel Wachsrückstände hinterließen.

Teelichte aus einer 100er-Packung erreichten nicht die vorgeschriebene Mindestwärmeleistung, sie enthielten insgesamt zu wenig Wachs und das Dreifache der erlaubten Menge an Schwefel. Lediglich ein Produkt erfüllte ausreichend die RAL-Qualitätskriterien.

„Wer an Kerzen Freude haben will und auf Sicherheit Wert legt, sollte sich auf Produkte verlassen, die das ‚RAL-Gütezeichen Kerzen’ tragen“, kommentiert Volker Albrecht, Projektleiter und Sachverständiger im Kerzenprüflabor bei DEKRA Industrial in Stuttgart. Das RAL-Gütezeichen garantiert einerseits bei richtigem Umgang hervorragende Abbrandeigenschaften wie gleichmäßiger Abbrand, Tropffestigkeit und minimale Rußentwicklung, aber auch gleichbleibend hohe Produktqualität und die Verwendung von schadstofffreien Rohstoffen.

DEKRA
Handwerkstrasse 15
70565 Stuttgart
Telefon +49.711.7861-0




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