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21.9.2010   |   Schwangerschaft & Baby

Weltstillwoche vom 4. – 10. Oktober 2010: Stillen – Nur 10 Schritte! Der babyfreundliche Weg


Auch in Deutschland wird das Stillen nicht ausreichend unterstützt. Alle, die im Umfeld junger Familien mit Müttern und Babys leben und arbeiten, sind deshalb aufgefordert, sich mit den 10 Schritten zum erfolgreichen Stillen vertraut zu machen und sie zu praktizieren

Über 90% der Frauen in Deutschland wollen ihre Babys stillen. Dafür brauchen sie Unterstützung von Anfang an. Die „10 Schritte zum erfolgreichen Stillen“1 der WHO/UNICEF Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ werden in allen als „babyfreundlich“ zertifizierten geburtshilflichen Abteilungen angewendet. Sie haben sich bewährt und geben Müttern die Unterstützung, die sie brauchen, um so lange zu stillen, wie es gesund und empfehlenswert ist. Sechs Monate ausschließlich Muttermilch, weiterstillen während der allmählichen Einführung fester Nahrung im zweiten Lebenshalbjahr und, wenn das Kleinkind schon am Familienessen teilnimmt, bis zum zweiten Geburtstag. Davon profitieren das kindliche Immunsystem und die mütterliche Gesundheit nachweislich und lebenslang.

Die 10 Schritte wurden 1991 von der Weltgesundheitsorganisation und UNICEF entwickelt, um die Gesundheit von Babys und Müttern weltweit zu verbessern. Heute gibt es in Deutschland 56 zertifizierte babyfreundliche Krankenhäuser, darunter die weltweit erste Kinderklinik, die die 10 Schritte praktizieren. Es sind jedoch nur knapp 7% der geburtshilflichen Abteilungen, die das Stillen und damit die angemessene Form der Ernährung für Babys optimal unterstützen und sich einer regelmäßigen Überprüfung unterziehen.

Die Weltstillwoche 2010 erinnert an die Bedeutung der 10 Schritte. Auch in  Deutschland wird das Stillen nicht ausreichend unterstützt. Alle, die im Umfeld junger Familien mit Müttern und Babys leben und arbeiten, sind deshalb  aufgefordert, sich mit den 10 Schritten zum erfolgreichen Stillen vertraut zu machen und sie zu praktizieren:

1. Schritt: Schriftliche Stillrichtlinien haben, die mit allen Mitarbeitern regelmäßig besprochen werden.

2. Schritt: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so schulen, dass sie über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für die Umsetzung der Stillrichtlinien verfügen.

3. Schritt: Alle schwangeren Frauen über die Bedeutung und die Praxis des Stillens informieren.

4. Schritt: Den Müttern ermöglichen, unmittelbar ab Geburt ununterbrochenen Hautkontakt mit ihrem Baby zu haben, mindestens eine Stunde lang oder bis das Baby zum ersten Mal gestillt wurde.

5. Schritt: Den Müttern korrektes Anlegen zeigen und ihnen erklären, wie sie ihre Milchproduktion aufrecht erhalten können, auch im Falle einer Trennung von ihrem Kind.

6. Schritt: Neugeborenen weder Flüssigkeiten noch sonstige Nahrung zusätzlich zur Muttermilch geben, außer bei medizinischer Indikation.

7. Schritt: 24-Stunden-Rooming-in praktizieren – Mutter und Kind bleiben Tag und Nacht zusammen.

8. Schritt: Zum Stillen nach Bedarf ermuntern.

9. Schritt: Gestillten Kindern keine künstlichen Sauger geben.

10. Schritt: Die Mütter auf Stillgruppen hinweisen und die Entstehung von Stillgruppen fördern.

Der Deutsche Hebammenverband ist Mitglied des Vereins zur Unterstützung der WHO/UNICEF Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ e. V. und unterstützt die 10 Schritte zum erfolgreichen Stillen.

Anmerkungen

1 Die „10 Schritte zum erfolgreichen Stillen“ finden Sie als Plakat unter: www.babyfreundlich.org

Weitere Materialien zur Weltstillwoche 2010 erhalten Sie bei der Aktionsgruppe Babynahrung www.babynahrung.org, bei der Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen www.afs-stillen.de und bei der WHO/Unicef Initiative Babyfreundliches Krankenhaus www.babyfreundlich.org.

Deutscher Hebammenverband e.V.Deutscher Hebammenverband e.V.
Gartenstraße 26
D-76133 Karlsruhe
Telefon 0721-98189-0
www.hebammenverband.de




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