Schnell zur idealen Bikinifigur – geht das?

Alle Jahre wieder machen sich nicht wenige zur Urlaubszeit Gedanken über ihre Leibesfülle. Dann werden Diäten ausprobiert oder gar gefastet, um die ideale Bikini oder Badehosenfigur noch schnell vor dem Urlaub zu bekommen. Die schlechte Nachricht gleich vorab: Schnell geht das nicht!

Schon seit Hippokrates wird unter der Bezeichnung „Diät“ eine spezielle Ernährung des Menschen verstanden, bei welcher über einen längeren Zeitraum oder gar dauerhaft nur eine ganz spezielle Auswahl von Lebensmitteln gegessen wird die als Basis für eine gesunde Lebensweise verstanden wurde.

Die Problemzonen sind also nicht ganz neu. Allerdings weiß man heute, dass zu „viel auf den Rippen“ auch ganz erhebliche gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Ab einem gewissen Bauchfettanteil steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem drohen Gelenk- und Wirbelsäulenschäden, Organschäden und sogar verminderte Zeugungsfähigkeit.

Es gibt also sehr viele Gründe, sich für eine bewusstere und gesündere Ernährung zu entscheiden.

Diätformen gibt es in der Zwischenzeit sehr viele, die auf den unterschiedlichsten Konzeptionen aufbauen. Sie nennen sich Low-Carb, Low-Fat, Trennkost, Glyx-Diät, Brigitte-Diät, oder Bioimis-Diät.

Wer kennt sie nicht: Friss die Hälfte (FDH). Bei dieser markig klingenden Methode wird einfach der gewohnte Speiseplan beibehalten, aber von den Lebensmitteln selbst nur noch die Hälfte gegessen. Somit sicher eine der einfachsten Methoden, durch Kalorienverringerung logischerweise dann als Ergebnis auch einen Gewichtsverlust zu erreichen.

Aber, ganz so einfach ist dies dann leider doch nicht. Jeder Stoffwechsel reagiert unterschiedlich auf Nahrungsreduktion aber auch auf die komplette Umstellung der Essgewohnheiten. Hinzu kommt, dass nur wenige Diätformen wirklich wissenschaftlich überprüft sind. So gelten einige Diätformen sogar als gesundheitsgefährdend. Mangelerscheinungen an wichtigen Spurenelementen und Vitaminen können die Folge einer allzu unbeschwert angegangenen Diätaktion sein.

Um eine effektive Gewichtsabnahme zu erreichen, ist es unerlässlich, die Zufuhr an Kohlenhydraten und Fetten zu reduzieren. Oft werden dabei Mahlzeiten ausgelassen und mit Nahrungsergänzungsmitteln zu ersetzt, um die dem Körper dadurch fehlenden Nährstoffe, Vitamine und Mineralien zuzuführen.

Sehr interessant hierbei: Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung hat 2005 in einer Studie den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fructose (Fruchtzucker) und Übergewicht untersucht. Demnach wird durch Fruchtzucker die Stoffwechseltätigkeit in einer Weise beeinflusst, die die Anreicherung von Körperfett begünstigt.

Vor allem sogenannte Reduktionsdiäten haben nur dann dauerhaften Erfolg, wenn auch die Ernährungsgewohnheiten dauerhaft umgestellt werden. Es darf dem Körper also nicht mehr Energie zugeführt werden, als dieser verbraucht. Ansonsten droht der sogenannte Jo-Jo-Effekt und die so schwer verlorenen Pfunde sind schnell wieder drauf. Gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin sollten solche Reduktionsdiäten nur kurzzeitig erfolgen.

Das in Italien entwickelte spezielle Ernährungsprogramm Bioimis ist derzeit wohl eine der angesagtesten Diätformen. Anders als bei vielen anderen Schlankheitskuren gibt es hier kaum Einschränkungen oder nervige Kalorienzählereien. Es wird ein individuell auf den Einzelnen abgestimmtes Ernährungsprogramm entwickelt, welches – wenn eingehalten – zur erhofften Gewichtsabnahme führen soll.

Im Rahmen dieser Bioimis-Diät lernen die Anwender, welche Lebensmittel sich eignen, kein Hungergefühl aufkommen zu lassen und dennoch die Pfunde dahinschmelzen lassen. Klingt vielversprechend zumal der Speiseplan übrigens ganz ohne Nahrungsergänzungsmittel auskommt.

Grundsätzlich aber gilt, nur eine konsequente Umstellung der bisherigen Ess- und Lebensgewohnheiten hin zu gesünderer, vollwertiger Ernährung und vermehrter körperlicher Aktivität kann auch dauerhaft zu einer Gewichtsreduzierung beitragen.

In diesem Sinn, allen viel Erfolg

Bild/er: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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