Mit Kindern den Himmel entdecken

Gerade im Sommer hat der Nachthimmel einiges zu bieten. Planetenkonstellationen prägen den Himmel und besonders die Sternschnuppen ziehen Groß und Klein in den Bann. Besonders die Kleinen lassen sich für Planeten, Sterne und das Weltall faszinieren. Das ist nicht nur ein schönes Interesse, sondern hat auch einen Bildungseffekt. Durch das Interesse der Kinder lernen nicht selten auch die Erwachsenen noch etwas dazu. Mit Kindern gemeinsam den Nachthimmel zu entdecken ist im Sommer daher die ideale Abendbeschäftigung. Sicherlich besser, als den Tag mit öden Fernsehfilmen oder Spielekonsolen ausklingen zu lassen.

Sternbilder

Am Nachthimmel stechen besonders die Sternbilder heraus. Den meisten ist hierbei der Große Bär bekannt. Kennen Sie nicht? Vielleicht sagt Ihnen der Name Große Wagen mehr. Dieses Teilsternbild ist wegen seiner auffälligen sieben Sterne am Nachthimmel besonders gut sichtbar. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Sternbilder. Vom Namen her bekannt sein sollten die Tierkreiszeichen, die man sicherlich von Horoskopen kennt. Versuchen Sie doch das Sternzeichen des jeweiligen Monats am Himmel zu entdecken. Wer es zuerst findet, bekommt dann auch eine Belohnung. Sternbilder zu finden kann ein großer Spaß für die ganze Familie sein. Alles was man dazu braucht, ist eine Sternkarte und eine klare Nacht.

Sternschnuppen

Sommerzeit ist Sternschnuppenzeit. Besonders im Juli und August ist die Sternschnuppenaktivität erhöht. Das liegt an einem Kometen, dessen Umlaufbahn die Erde jedes Jahr in dieser Zeit kreuzt. Genau genommen durchfliegt die Erde die Staubspur, die der Komet 109P/Swift-Tuttle bei seiner Reise um die Sonne hinterlässt. Dringen diese Staubkörner, und manchmal auch größere Brocken, in die Erdatmosphäre ein, so verglühen diese und hinterlassen wegen ihrer hohen Geschwindigkeit einen Schweif, den wir als Sternschnuppen kennen. Die Perseiden, wie der Sternschnuppenstrom genannt wird, kommen scheinbar aus dem Sternbild Perseus, woher auch der Name stammt. Das Sternschnuppenbeobachten kann man also sehr gut auch mit den Sternbildern kombinieren.

Und vergessen Sie nicht sich etwas mit den Kindern zu wünschen, wenn Sie eine Sternschnuppe sehen. Vorteilhaft ist dabei, dass man Sternschnuppen schon mit Anbruch der Dunkelheit sehen kann. Vor Mitternacht ist es meist schon dunkel genug, um ausreichend Sternschnuppen zu sehen. Zum Höhepunkt der Perseiden, um den 12. August herum, können mehr als 100 Schweifsterne beobachtet werden. Dazu legt man sich am besten flach auf den Boden und richtet die Füße nach Nordosten aus. Denn Perseus geht im Nordosten auf und bewegt sich weiter Richtung Osten, wobei sich das Zentrum weiter nach oben bewegt. In den meisten Bundesländern gibt es um diese Zeit oft noch Sommerferien.

Andere Himmelserscheinungen

Neben Sternschnuppen und Sternbildern gibt es am Nachthimmel natürlich noch deutlich mehr zu entdecken. Besonders die Planeten fallen am Nachthimmel durch ihre Helligkeit auf. Nicht selten werden diese auch als Sterne interpretiert. Da man die hellen Punkte aber schon bei Sonnenuntergang sehen kann, handelt es sich um Planeten. Besonders Venus, Mars, Jupiter und Saturn können bereits mit bloßem Auge beobachtet werden. Mit einem Teleskop kann man die Planeten sogar ziemlich genau sehen. Die Saturnringe mit eigenem Auge zu sehen ist auch eine besondere Erfahrung.

Viele Sternwarten bieten an bestimmten und natürlich wolkenlosen Tagen Beobachtungsmöglichkeiten an. Hier kann es sich lohnen, mit der ganzen Familie vorbeizuschauen. Kinder werden von den großen Teleskopen und den signifikant runden Kuppeln der Sternwarten begeistert sein. Die meist alle zwei Jahre vorkommenden Mondfinsternisse lassen sich mit großen Teleskopen oft besser erkennen, als mit dem bloßen Auge. Viele Himmelsereignisse können schon recht früh in der Nacht beobachtet werden, was für die Kleinen sehr vorteilhaft ist, denn bis tief in die Nacht halten sie es dann doch oft nicht aus, so groß der Wille auch sein mag. Dennoch ist es schön, mit den Kindern nach den Sternen zu greifen.

 

 

Bild/er: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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