CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

20.1.2016   |   Gesundheit

Kälteschäden bei Kindern auch über dem Gefrierpunkt möglich

Auch bei einigen Graden über den Gefrierpunkt können Kinder Kälteschäden erleiden. Kalter Wind bzw. Fahrtwind, Regen oder Schnee bzw. kalte Nässe erhöhen das Risiko.

„Kinder besitzen eine dünnere Haut als Erwachsene und verlieren dadurch schneller Körperwärme. Besonders empfindlich sind Babys, da ihre Körperoberfläche im Verhältnis zum Körpervolumen größer ist als bei Erwachsenen“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) bei www.kinderaerzte-im-netz.de. Kälteschäden sind zwar selten, doch sollten Eltern erste Warnzeichen erkennen: blasse, teilweise auch grau-weiß oder gelb-weiß verfärbte Hautstellen. Die Region kann brennen und dann taub werden.

Kälteschäden bei Kindern auch über dem Gefrierpunkt möglich

Auch bei winterlichem Klima sollten Eltern darauf achten, dass ihr Kind genug trinkt. Denn: „Tobt ein Kind im Schnee herum, kühlen über die vermehrte Atemarbeit die Schleimhäute aus und geben viel Feuchtigkeit ab. Im Vergleich zu Erwachsenen haben Kinder geringere Wasserreserven“, erläutert Dr. Fegeler. Insgesamt sollten Kinder bei eisigen Temperaturen immer wieder Pausen zum Aufwärmen einlegen. Aber Vorsicht: Der ständige Wechsel zwischen warmem Innenraum und eisiger Kälte im Freien verlangt der Haut eine besondere Anpassungsleistung ab. Wichtig ist hier das Eincremen der ungeschützten Haut (Gesicht!) mit einer fettenden Creme. Auch der ausreichende Sonnenschutz muss beachtet werden: Sonnige Tage im Schnee bedeuten eine erhöhte UV-Belastung aufgrund der Streustrahlung. Bei etwa Minus 27 Grad Celsius bzw. gefühlten Temperaturen in diesem Bereich sollten Kinder nicht mehr draußen spielen.

Mehrere Kleidungsschichten („Zwiebelschalenprinzip“) sorgen dafür, dass wenig Körperwärme verloren geht. Fäustlinge eignen sich besser als Fingerhandschuhe, da sich die Finger gegenseitig warm halten können. Die Schuhe sollten wasserdicht sein und dürfen nicht zu eng anliegen, um die Blutzirkulation nicht zu behindern. Eine über die Ohren reichende Kopfbedeckung ist ein Muss, denn fast ein Drittel der Körperwärme geht über den Kopf verloren. Die Ohren können zudem leicht Kälteschäden erleiden, da sie nicht so gut durchblutet sind. Eine fette Hautcreme schützt das Gesicht vor Feuchtigkeitsverlust. Die Lippen dürfen Eltern nicht vergessen: Hier hilft ein Fettstift. Vaseline um die empfindlichen Naseneingänge verringert bei feuchten Nasen die Verdunstungskälte.

Quellen: CME, American Academy of Petiatrics, Canandian Pediatric Society

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema

Unkämmbare Haare: Jetzt wurden die Struwwelpeter-Gene entdeckt

Unkämmbare Haare: Jetzt wurden die Struwwelpeter-Gene entdeckt

Team unter Federführung der Universität Bonn findet Mutationen in drei Genen, die zu unkämmbaren Haaren führen Manche Kinder leiden unter völlig zersausten Haaren, die sich..




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse