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24.1.2014   |   Freizeit und Urlaub

Kindergesundheit: Unterkühlung auch an sonnigen Tagen möglich

Eine Unterkühlung ist auch an kalten sonnigen Tagen möglich. Kälte, Nässe und Wind reichen aus, um den Körper bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt auszukühlen. Bei einer Unterkühlung sinkt die Kerntemperatur des Körpers unter 35 °C. Menschen reagieren mit der Zeit verwirrt, orientierungslos oder leiden unter Halluzinationen. Sie sind dann nicht mehr in der Lage, für sich zu sorgen. Sinkt die Körpertemperatur weiter, beginnt das Herz unregelmäßig zu schlagen und der Betroffene stirbt ohne medizinische Hilfe.

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Nach dem Zwiebelprinzip kleiden und viel trinken lassen

Eltern sollten ihre Kinder nach dem „Zwiebelprinzip“ warm einkleiden, jedoch so, dass sie sich gut bewegen können und nicht zu schwitzen beginnen. Die vielen Schichten haben den Vorteil, dass sie in der Nähe des Körpers warme Luft speichern und wie eine Isolation wirken. Eine zu eng anliegende Kleidung kann aber die Durchblutung behindern.

Kinder sollten im Winter viel trinken, denn kalte Luft trocknet den Körper schnell aus – besonders in der sauerstoffarmen Höhenluft des Gebirges. Im Vergleich zu Erwachsenen haben Kinder geringere Wasserreserven. Bekommt der Körper nicht genug Flüssigkeit, kann das Blut „eindicken“. Ohren, Hände und Füße sind dann schlechter durchblutet und die Gefahr von Erfrierungen steigt. Ist es extrem kalt, können auch die Augenlider in Mitleidenschaft gezogen werden.

Nicht vergessen dürfen Eltern die Haut. Diese ist bei Kindern besonders empfindlich. Kälte vermindert die Durchblutung und reduziert die Produktion von Fett. Eltern sollten daher vor dem Gang nach draußen Gesicht und Lippen ihrer Kinder mit reichhaltiger Fettcreme schützen.

Wie hält der Körper sich warm?

Bei Kälte hat der Körper einige Schutzmechanismen, die jedoch zum Teil aus der Urzeit stammen. Es bildet sich Gänsehaut und die Haare stellen sich hoch. Diese Reaktionen sollten helfen, das Fell unserer Vorfahren nach außen zu „verdicken“. Unwillkürliches Zittern erzeugt auch heute noch Muskelwärme. Das Regulationszentrum im Gehirn, der Hypothalamus, fungiert als Thermostat. Bei extremer Kälte signalisiert er dem Körper, die wichtigen Organe um jeden Preis warm zu halten. Im Notfall riskiert der Körper auch seine Extremitäten und reduziert dort die Blutzufuhr. Das kann sich durch nadelstichartige Schmerzen an den Zehen und in den Fingern bemerkbar machen.

Quelle: BBC News, BBC News

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Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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