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16.8.2012   |   Freizeit und Urlaub - Gesundheit

Mückenschutz: Mediziner warnen vor Dengue-Fieber in Urlaubsländern


In Tropen und Subtropen vor Mückenstichen schützen – Dengue-Virus breitet sich in beliebten Reisezielen aus

Düsseldorf – Die geographische Verbreitung des Dengue-Fiebers und die Zahl der Infektionen nehmen seit Jahren zu. Auch in vielen beliebten und stark frequentierte Reiseländern tritt das Virus inzwischen auf. So haben sich etwa in Australien im ersten Halbjahr 2012 die Fälle im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Hohe Fallzahlen verzeichnen derzeit auch die Philippinen, Thailand, Indonesien sowie zahlreiche lateinamerikanischen Länder, insbesondere Brasilien.

Heute importieren zehnmal mehr Touristen das Virus bei ihrer Rückkehr nach Deutschland als noch 2001. Das CRM Centrum für Reisemedizin rät Reisenden, sich vor Stichen der tagaktiven Überträgermücke zu schützen. Eine Impfung gegen Dengue-Fieber ist nicht möglich.

Die Übertragung des Virus erfolgt durch die tagaktive Tigermücke

In Australien registrierten Gesundheitsbehörden seit Beginn des Jahres 2012 bis Juni 1065 Erkrankungen. „Die Behörden haben veranlasst, die Brutplätze der Überträgermücken zu vernichten und rufen Reisende und Bevölkerung dazu auf, sich vor Mückenstichen zu schützen,“ so Privatdozent Dr. med. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. Zahlreiche Erkrankungen treten derzeit außerdem in zahlreichen südostasiatische und lateinamerikanische Ländern auf. Allein in Brasilien wurden im ersten Halbjahr mehr als 350000 Fälle registriert.

Denguefieber tritt in vielen Ländern der Tropen und Subtropen auf und breitet sich seit Jahren zunehmend aus. „Wir gehen von deutlich höheren Fallzahlen als den gemeldeten aus,“ so Jelinek. Denn die Infektion zeige unspezifische Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. „Viele Fälle von Dengue-Fieber bleiben daher unentdeckt“, so Jelinek. Die WHO schätzt, dass sich weltweit jedes Jahr rund 50 bis 100 Millionen Menschen mit Dengue-Fieber infizieren. Etwa 2,5 Prozent der Erkrankten sterben an der Infektion. Seit Jahren steigt deshalb auch die Zahl der importierten Infektionen bei Reiserückkehrern: 2001 registrierte das Robert Koch-Institut noch 60 eingeschleppte Fälle in Deutschland, im Jahr 2010 bereits 595.

Die Übertragung des Virus erfolgt durch die tagaktive Tigermücke. Etwa zwei bis zehn Tage nach dem Mückenstich tritt die grippeähnliche Erkrankung auf. Obwohl Fieber und Schmerzen nach etwa einer Woche abklingen, leiden die Patienten meistens noch mehrere Wochen unter allgemeiner Abgeschlagenheit. In schweren Fällen oder bei einer weiteren Infektion können innere Blutungen und Schocksymptome auftreten, auch wenn die erste Erkrankung Jahre zurückliegt.

Das Centrum für Reisemedizin empfiehlt Reisenden, sich bei Aufenthalten in tropischen und subtropischen Gebieten durch Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET (Diethyl-m-Toluamid) in einer Konzentration von über 30 Prozent vor Stichen zu schützen. Aufgetragen auf die Haut, bieten diese mindestens drei Stunden lang Schutz gegen die meisten stechenden Insekten. Da die Tigermücke vor allem tagsüber aktiv ist, sollten Reisende außerdem zu heller und geschlossener Kleidung greifen. Dunkle Kleidung lockt Mücken eher an. Da Moskitos durch dünne Materialien hindurch stechen können, kann es sinnvoll sein, feines Gewebe zusätzlich mit einem Insektenschutz zu imprägnieren.

CRM Centrum für Reisemedizin – www.crm.de

 

Beispiel: Tigermücke Was macht sie so gefährlich?

Aedes albopictus überträgt zahlreiche Krankheitserreger auf den Menschen. Besondere Bedeutung Abbildung 1: Asiatische Tigermücke – Aedes albopictus (Foto: KABS; Björn Puskota).

hat die Mücke bei der Übertragung von teilweise schweren Viruserkrankungen wie Gelb-, West- Nil-, Dengue- und Chikungunya-Fieber. All diese Erkrankungen spielten in der Vergangenheit in Europa nur eine untergeordnete Rolle, in der Regel handelte es sich bei den gemeldeten Fällen um im tropischen oder subtropischen Ausland erworbene Infektionen. Spätestens aber seit dem Chikungunya-Ausbruch im Sommer 2007 in Italien muss die Gefahr von in Europa selbst erfolgten Übertragungen ernst genommen werden. Die Europäische Gesundheitsbehörde ECDC stellte fest, dass für die Risikoabschätzung zukünftiger Übertragungsereignisse die Kenntnisse und Prognosen zu Vorkommen und Verbreitung des notwendigen tierischen Krankheitsüberträgers – Aedes albopictus – von entscheidender Bedeutung ist und größerer Anstrengungen bedarf.

Nach den ersten Nachweisen der Tigermücke in Europa 1979 in Albanien nach Altreifenimporten aus den USA erfolgte zunächst eine Ausbreitung nur kleinflächig entlang der Mittelmeerküste. Nach einer zweiten Einschleppung 1990 über den Hafen Genua erfolgte eine großflächige aggressive Ausbreitung in Italien. Das Massenvorkommen der Tigermücke hat den Chikungunya-Ausbruch in Italien – ausgehend von einer aus Indien zurückgekehrten Familie – erst ermöglicht. Von Italien aus findet verstärkt in den letzten Jahren eine massive Ausbreitung in alle Nachbarstaaten mit entsprechenden für die Entwicklung der Mücke geeigneten klimatischen Bedingungen statt.

Im September 2007 wurden auf einer Autobahnraststätte der A5 bei Bad Bellingen (Baden-Württemberg) erstmals Eier der Mücke in Deutschland entdeckt[33], im Juli 2011 wurde bei Weil am Rhein und ebenfalls in der Nähe einer Autobahnraststätte der A5 ein erwachsenes Weibchen gefangen.

Quellen: UMWELTMEDIZINISCHER INFORMATIONSDIENST, Wikipedia.de

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