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15.8.2012   |   Gesundheit

Wurminfektionen durch gründliches Händewaschen und kurz geschnittene Fingernägel vorbeugen

In Deutschland gehören Madenwürmer, Spulwürmer und Bandwürmer zu den häufigsten Wurmarten. Madenwürmer (Oxyuren) verursachen die meisten parasitären Infektionen des Darmes in Westeuropa und in den USA. Vor allem im Kindergarten- und Schulalter tritt ein Befall mit den etwa 1cm langen weißen Würmern auf. „Gründliches Händewaschen mit Seife, Bürsten und Kürzen der Fingernägel sowie sorgfältige Toilettenhygiene zählen zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Schätzungsweise 20 bis 40% der Fünf- bis Neunjährigen sind gelegentlich Madenwurmträger. Insbesondere nachts kann das Kind unter Juckreiz am After leiden, wenn die weiblichen Würmer dorthin wandern und ihre Eier ablegen. Dadurch schläft das Kind schlecht und kann sich tagsüber u.U. in der Schule schwer konzentrieren. Manchmal sind die Parasiten auch am Po oder im Stuhl sichtbar.

Fäkal-oral gelangen die Wurmeier von einem Wirt zum anderen. So kann beispielsweise ein Kind, das mit wurmeierhaltiger Erde, kontaminiertem Sand oder verschmutztem Spielzeug gespielt hat und die Finger in den Mund steckt, krank werden. Auch über nicht ausreichend gesäuberte Lebensmittel, wie Salat, können die Eier übertragen werden. „Gegen eine Wurminfektion helfen Medikamente, doch ohne sorgfältige Hygiene können sich Kinder immer wieder selbst anstecken. Kratzen sie sich beispielsweise am Po, können sie mit ungewaschenen Fingern die Wurmeier wieder in den Mund befördern. Die Bett- und Nachtwäsche sowie die Kleidung sollte häufig gewechselt und gewaschen werden. Auf keinen Fall dürfen Eltern die Betten ausschütteln, denn dadurch verbreiten sie infektiöse Wurmeier auch im Hausstaub“, warnt Dr. Fegeler.

BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V.
www.kinderaerzte-im-netz.de




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