Frühlingssonne wird häufig unterschätzt – Ausreichender Sonnenschutz ist zu jeder Jahreszeit wichtig

(dgk) „Endlich Frühling, endlich mal wieder eine Radtour machen“, dachte sich Maike F. und zog mittags los. 15 Kilometer hin und zurück fürs erste Mal – das ist gut zu schaffen. An einen Sonnenschutz dachte sie nicht. Die Sonne schien, aber es war doch noch recht kühl. Der Ausflug war wunderschön. Aber am Abend hatte Maike knallrote Arme. Mit einem Sonnenbrand hatte sie zu dieser Jahreszeit nicht gerechnet.

Die Sonnenbrandgefahr im Frühling wird von vielen unterschätzt. Zwar steht die Sonne noch nicht so hoch wie im Sommer, aber die Haut ist durch die „Winterpause“ nicht mehr an die UV-Strahlung angepasst. Sie ist schwächer pigmentiert und die sogenannte Lichtschwiele, die schützende Verdickung der Hornhaut, ist weniger stark ausgebildet. Unter dem Strich kann die Belastung für die Haut im Frühling dadurch ähnlich groß sein wie im Sommer.

Die Wärmestrahlen der Sommersonne machen die Intensität der Strahlung in der heißen Jahreszeit direkt erfahrbar. Sie sind ein sofort spürbares Warnsignal, das aber jetzt im Frühling fehlt. Auch das trägt dazu bei, dass die Gefahr durch die Sonne im Frühling unterschätzt wird. Besonders aufpassen sollte man in der Mittagszeit, weil die Sonneneinstrahlung dann am höchsten ist. Die aufgenommene UV-Dosis hängt neben Jahres- und Tageszeit auch von der Dauer der Exposition ab. Bei einem kleinen Frühlingsspaziergang ist die Gefahr, sich einen Sonnenbrand zu holen, relativ gering, bei einer längeren Radtour ist sie dagegen größer.

Vor allem an den Schutz seiner Unterarme sollte man bei einem Fahrradausflug denken. Denn im Gegensatz zu Gesicht und Händen waren sie den ganzen Winter über bedeckt. Wenn sie nun ohne schützende Kleidung in waagerechter Haltung der Sonne ausgesetzt sind, kommt es hier schnell zu dem für Fahrradfahrer typischen Sonnenbrand-Bild: Die Hände sind zwar hell, aber nicht verbrannt, vom Handgelenk aufwärts ist die Haut durch einen Sonnenbrand gerötet.

Unsere Haut muss sich im Frühjahr wieder langsam an die Sonne gewöhnen. Mancher möchte diesen Prozess gern mit einer Vorbräunung auf der Sonnenbank abkürzen. Doch Experten lehnen das ab: Die Solarienbräune bietet nur geringen Schutz vor einem Sonnenbrand in der natürlichen Sonne, sie bewirkt eine vorzeitige Hautalterung, kann das Bindegewebe schwächen und steigert das Risiko für Hautkrebs. Es gibt nur einzelne wenige Krankheitsbilder, wie beispielsweise die Sonnenallergie, die eine UV-Bestrahlung unter ärztlicher Aufsicht zur Vorbereitung auf die Sonne sinnvoll machen.

Laut Deutscher Krebshilfe erkranken jedes Jahr in Deutschland rund 224.000 Menschen an Hautkrebs. UV-Strahlung ist dafür der größte Risikofaktor. Weil jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko erhöht, ist ein guter Sonnenschutz zu jeder Jahreszeit wichtig. Wer sich also jetzt im Frühling – zum Beispiel bei einer Radtour – länger der Sonne aussetzt, sollte sich unbedingt mit ausreichend Sonnenschutzmittel bzw. langärmeliger Kleidung gut schützen.

Deutsches Grünes Kreuz e.V.  |  Internet:  www.dgk.de

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