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02.2.2012   |   Gesundheit

Optimisten leben länger


Wer dazu neigt, sich zu ärgern und zu grübeln, sollte bewusst beginnen, auf die positiven Dinge des Lebens zu achten. Es gibt sie!

Auch wenn der Himmel mal grau ist – wer sich dennoch an den positiven Dingen freut und optimistisch in die Zukunft blickt, tut seiner Gesundheit Gutes. – Bildquelle: Mangostock – Fotolia.com

(dgk) Ob ein Glas halb voll oder halb leer ist, ist keine Frage der Physik, sondern der inneren Einstellung. Wir alle wissen es längst: Es kommt weniger darauf an, wie unsere Lebensumstände sind, sondern vielmehr darauf, wie wir selbst sie einschätzen. Wer optimistisch durchs Leben geht, genießt die positiven Dinge und hadert nicht ständig mit den Schattenseiten. Diese positive innere Einstellung hilft zudem auch noch, gesund zu bleiben und länger zu leben.

In Deutschland stirbt jeder fünfte an den Folgen einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Bei den Ursachen denkt man an Übergewicht, Bluthochdruck, Stress und Rauchen. Doch auch Depressionen gelten inzwischen als Risikofaktor.

Persönlichkeiten, die oft unglücklich und nach innen gekehrt sind, haben die Neigung, verstärkt auf psychische Belastungen zu reagieren. Privatdozentin Dr. med. Cora Weber, Oberärztin an der medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik an der Charité in Berlin erklärt: „Je ausgeprägter Pessimismus, Reizbarkeit und Frust, je geringer Selbstvertrauen und Kontaktfreude, desto belastender für das Herz.“ Studien zeigen, so Weber, dass dies mit einem 2,5 bis über 3,8-fachen Risiko für Herztod oder Herzinfarkt verbunden ist.

Optimismus hingegen ist ein guter Schutz gegen Herzkrankheiten. Der Zusammenhang zwischen positiver Lebenseinstellung und besserer Gesundheit wurde in einer umfangreichen Beobachtungsstudie in den USA belegt. Danach senkt eine optimistische Lebenseinstellung das Risiko für Herzerkrankungen deutlich.

Bei dieser Studie der Universität Pittsburgh wurden über einen Zeitraum von acht Jahren knapp 100.000 Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren beobachtet, die anfangs weder an Herzproblemen noch an einer Krebserkrankung litten. Durch Tests und Fragebogen wurde ermittelt, ob die Frauen eher optimistisch oder pessimistisch durchs Leben gingen. Nach acht Jahren zeigte sich, dass das Risiko der optimistischen Frauen für eine Herzerkrankung um neun Prozent geringer war als bei den pessimistischen. Das allgemeine Sterberisiko lag bei ihnen sogar um 14 Prozent niedriger, bei den Pessimistinnen dagegen um 16 Prozent höher als beim Durchschnitt. Außerdem litten die optimistischen Frauen generell seltener an Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerten und Depressionen. Aber selbst wenn optimistisch eingestellte Frauen erkrankten, wirkte sich ihre zuversichtliche Lebenseinstellung noch positiv auf ihre Heilung und Gesundheit aus.

Die Ursachen des Phänomens, dass Pessimismus das Leben verkürzt und Optimismus es verlängert, sind noch nicht genau erforscht. Es ist aber bekannt, dass ablehnende, negative Gefühle im Körper bestimmte Stoffe und Stresshormone freisetzen, die das Risiko einer Herzerkrankung erhöhen können. Außerdem könnte eine pessimistische Haltung mit ungesunden Verhaltensmustern wie Rauchen oder schlechter Ernährung einher gehen, die die Gesundheit des Herzen ebenfalls nachteilig beeinflussen.

Wer dazu neigt, sich zu ärgern und zu grübeln, sollte bewusst beginnen, auf die positiven Dinge des Lebens zu achten. Es gibt sie!

Deutsches Grünes Kreuz e. V.
www.dgk.de




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