CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

02.4.2009   |   Ernährung

Eine Sache der Erfahrung – Geschmack lässt sich lernen

Birnen(aid) – Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das liegt, wie Forscher vom Technologie-Transfer-Zentrum, ttz Bremerhaven festgestellt haben, unter anderem daran, dass der Mensch das differenzierte Schmecken erst lernen muss. Feinschmecker werden demnach nicht geboren, sie werden gemacht.

Sensorische Schwellentests an Drei- bis Achtjährigen ergaben, dass Kinder ein grundlegend anderes Geschmacksempfinden haben als Erwachsene. So nehmen sie die Geschmacksrichtung „süß“ erst bei einer viel höheren Zuckerkonzentration wahr – ein Umstand, der schon manchen gesundheitsbewussten Eltern vorzeitig zu grauen Haaren verholfen hat.

Mit zunehmendem Alter sinkt diese Reizschwelle ab, besonders stark in der Zeit zwischen dem achten Lebensjahr und dem Erwachsenenalter. Eine physiologische Ursache dafür gibt es nicht. Die Geschmacksorgane sind zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig entwickelt und funktionieren einwandfrei. Allerdings ist Schmecken nicht alles. Neue Eindrücke müssen vom Gehirn auch zugeordnet und bewertet werden. Und das klappt umso besser, je mehr Referenzgeschmäcker der Mensch bereits kennt: Mit zunehmendem Alter und größerer Erfahrung können einzelne Geschmacksrichtungen immer genauer voneinander unterschieden und besser aus der Masse herausgeschmeckt werden.

Für die Entwicklung eines gut ausgebildeten Geschmacksinnes braucht es also neben der (angeborenen) Ausstattung mit Geschmacksrezeptoren möglichst vielfältige Sinneseindrücke in Kindheit und Jugend. Wer bei „Apfel“ zuerst an ein stark gesüßtes Fruchtsaftgetränk denkt, bewertet die unverarbeitete Frucht anders als der, der seit dem Kleinkindalter weiß, wie „echte Äpfel“ schmecken und aussehen. Insgesamt wird derjenige lieber zu naturbelassenen, nicht aromatisierten Lebensmitteln greifen, dem diese von Kindheit an vertraut sind.

 
So stellen unter Umständen die ersten Jahre die Weichen für ein ganzes Leben. Eltern sollten dies bei der Zusammenstellung des Familienspeisezettels berücksichtigen. Hilfreiche Tipps dafür finden Sie im Internetforum des aid infodienst, unter www.was-wir-essen.de in der Rubrik „Eltern von 3- bis 6-Jährigen“.

aid, Dr. Margit Ritzka

Weitere Informationen: Die Untersuchung im Sensoriklabor des ttz erfolgte im Rahmen der von der EU in Auftrag gegebenen IDEFICS-Studie. Hier werden unter Federführung des Instituts für Präventionsforschung und Sozialmedizin der Universität Bremen Erkenntnisse und Daten über die Entstehung von Übergewicht bei Kindern zusammengetragen. Diese sollen als Grundlage für neue, EU-weit gültige Richtlinien für den Kampf gegen das Übergewicht sowie für wirksame Interventionsprogramme dienen (www.idefics.eu).

aid infodienst
Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Tel. 0228 8499-0




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse