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30.8.2011   |   Kindersicherheit

Traurige Unfallbilanz im Sommer: Jede Woche ein schwerer Fenstersturz von Kindern

Bonn, 26.8.2011 – Alarmierende Analyse der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V.: Seit Ende Mai ist in Deutschland jede Woche mindestens ein Kind aus dem Fenster gestürzt und hat schwerste Verletzungen davon getragen.

Im Rahmen ihres Arbeitsschwerpunktes „Stürze und deren Vermeidung“ hat die BAG Stürze im Kindesalter unter die Lupe genommen. Stürze sind die häufigste Unfallart und insbesondere bei Kleinkindern mit gravierenden Folgen verbunden. Auf der Grundlage statistischer Daten wird geschätzt, dass jährlich fast 125.000 Kinder unter fünf Jahren einen Sturzunfall erleiden, der ärztlich behandelt werden muss. Das Risiko ist für Säuglinge und Kleinkinder noch höher als für Schulkinder. Die Unfälle der Kleinsten sind oft mit Verletzungen verbunden, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die häufigsten Folgen von schweren Sturzunfällen bei Säuglingen und Kleinkindern sind Kopfverletzungen.

Da bisher keine belastbaren Daten zur Zahl von Fensterstürzen vorliegen, hat die BAG Medienberichte zu Fensterstürzen bei Kindern systematisch beobachtet und ausgewertet. Von Ende Mai bis Ende August berichtete die Presse über 17 Fensterstürze von Kindern – darunter zwei tödliche, dreizehn schwer bis lebensgefährlich Verletzte und zwei Kinder ohne nennenswerte Schäden. Die erfassten Zeitungsmeldungen beschreiben ein typisches Muster: Während die Eltern nur kurz das Zimmer verlassen, stürzt das Kind aus dem geöffneten Fenster in die Tiefe. Die betroffenen Kinder sind in der Regel im Alter von ein bis zwei Jahren. Oft sind die Kleinen unbeobachtet auf die Fensterbank geklettert, haben das Gleichgewicht verloren und sind aus dem Fenster gefallen. Ob die Mutter nur kurz der Freundin die Tür öffnete oder zum Müllcontainer ging – schon ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit reicht aus, dass ein Kind einen schweren Unfall erleiden kann!

Martina Abel, Geschäftsführerin der BAG, weiß: „Wenige Sekunden können über Leben und Tod, über Unversehrtheit oder schwere Gesundheitsschäden entscheiden. Betroffene und die Öffentlichkeit fragen hinterher: Wie konnte das nur passieren? Dabei ist die Vermeidung dieser Unfälle ganz einfach: Verlieren Sie Ihr kleines Kind bei geöffnetem Fenster niemals aus den Augen!“

Kinder unter drei Jahren müssen ihrem Alter entsprechend, das heißt möglichst in Reichweite und mindestens mit ständigem Blickkontakt, beaufsichtigt werden. Sie sind besonders anfällig für schwere Unfälle. Sowohl ihr Gefahrenbewusstsein als auch ihre Sinnesentwicklung und Motorik sind noch nicht weit entwickelt. Darüber hinaus sind die Kleinsten neugierig und experimentieren gerne.

 

Die BAG gibt deshalb folgende Tipps zur Vermeidung von Fensterstürzen:

Lüften Sie nur gezielt und kurz und behalten Sie währenddessen Ihr Kind kontinuierlich im Auge.

Sichern Sie Fenster und Balkontüren durch abschließbare Griffe und halten Sie die Schlüssel unter Verschluss.

Montieren Sie Sicherheitsriegel, damit das Kind auch ein gekipptes Fenster nicht öffnen kann.

Stellen Sie keine erkletterbaren Gegenstände wie Stühle, Sofa, Mülleimer oder hohe Blumentöpfe vor Fenster oder Balkonbrüstungen.

Besondere Vorsicht bei Dachluken.

 
Weitere Tipps rund um Kindersicherheit sind auf der Internetseite der BAG unter www.kindersicherheit.de zu finden.

Internet: www.kindersicherheit.de




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