E-Bike und Co – So starten Akkus kraftvoll in den Frühling
(djd). Mit den ersten warmen Tagen werden E-Bikes aus dem Keller geholt, Gartenwerkzeuge vorbereitet und Powerbanks wieder zu Outdoor-Begleitern. Vor dem Saisonstart lohnt ein Blick auf den Zustand der Akkus. „Nach einer längeren Pause brauchen die mobilen Energiespeicher etwas Aufmerksamkeit, damit sie wieder volle Leistung bringen“, erklärt Sven Plewa, Key Account Manager beim Akkuspezialisten Ansmann.
E-Bike Akku reinigen und durch Lade-Entlade-Zyklus kalibrieren
Nach einer Winterpause sollte der Akku von Staub befreit werden – maximal mit einem leicht angefeuchteten Tuch abwischen, nicht in Wasser ertränken. Bei der Begutachtung von Kontakten und Außenhülle ist darauf zu achten, dass die Kontakte nicht angelaufen sind und der Akku keine mechanischen Beschädigungen aufweist. Nach der Winterruhe ist der Akku zunächst auf Zimmertemperatur zu bringen, anschließend darf er aufgeladen werden. Hierfür unbedingt das Original-Ladegerät verwenden. Dieses kommuniziert am besten mit der Akku-Steuerung, dem sogenannten Batteriemanagement-System (BMS).
Im nächsten Schritt sollte das Gerät fast leer gefahren werden, jedoch keinesfalls tiefentladen. Empfehlenswert ist ein Start mit mäßiger Belastung. Anschließend wird der fast leere Akku wieder aufgeladen. Das kalibriert ihn optimal.
Tipp: Die Ladezeit beim Vollaufladen sollte beobachtet werden. Ist sie deutlich kürzer als im Vorjahr, deutet das auf Leistungsverlust hin. Kommen Reichweiten- oder Laufzeitprobleme hinzu, ist der Gang zum Fachhändler sinnvoll, der einen Kapazitätscheck vornehmen kann.
Wintereinlagerung entscheidend
Entscheidend für den Zustand des Akkus im Frühling ist die sorgfältige Lagerung: Akkus sollten, wenn möglich, entnommen und auf ein bis zwei Drittel ihres Ladezustands gebracht werden. Sie sollten nicht dauerhaft am Ladegerät hängen. Gelagert werden sie trocken, staubfrei und dunkel – idealerweise bei plus 5 bis 20 Grad. Zu vermeiden ist direkte Sonneneinstrahlung, da der Akku sonst bereits bei leichten Minusgraden überhitzen kann. Bei fest verbauten Akkus gelten die gleichen Lagerbedingungen für das gesamte Gerät. Viele weitere Tipps rund um Akkunutzung und -pflege gibt es hier.
Bei niedrigen Temperaturen muss auch im Frühjahr eine abnehmende Leistungsfähigkeit einkalkuliert werden. „Häufigeres Nachladen und etwas längere Ladezeiten sind bei niedrigen Temperaturen normal“, so Plewa vom Akkuexperten-Team bei Ansmann. Er ergänzt: „Möglichst nicht ständig voll auftanken – und wenn nötig, erst unmittelbar vor der Nutzung.“ Auch nach dem Einsatz sollte das Gerät oder der entnommene Akku wieder an einem warmen, trockenen Ort temperiert werden, ehe es ans Ladegerät geht.
Quelle: ANSMANN AG, Assamstadt





