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11.5.2013   |   Gesundheit

Masernausbruch in Bayern – Ärzte schlagen Alarm


Jeder Erwachsene, der sich infiziert, kann auch z.B. Säuglinge anstecken, die wir noch nicht impfen können. Und für diese kleinen Kinder können die Masern schwere Spätfolgen haben“, warnt Dr. Martin Lang

ImpfenIn Bayern grassieren wieder die Masern. Laut Angaben des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und des Gesundheitsamtes in München sind seit Anfang April fast 60 Menschen an Masern erkrankt. Betroffen sind vor allem die Regierungsbezirke Oberbayern und Schwaben. Neben Augsburg, Donau-Ries, Eichenried und Freising erkranken vor allem in der Landeshauptstadt immer mehr Menschen an dem hoch ansteckenden Erreger. Alleine in dieser Woche wurden 16 neue Fälle aus München gemeldet – Tendenz steigend.

Vor allem Jugendliche und junger Erwachsene gehören zu den Opfern. Einige mussten bereits in Krankenhäusern versorgt werden. Um ein weiteres Ausbreiten der Masern zu verhindern, wollen nun die Bayerischen Hausärzte ihre Patienten aktiv auf die nötige Impfung gegen Masern ansprechen. Diese gemeinsame Aktion des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV) und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat das Ziel, vor allem diejenigen Menschen zu erreichen, die noch keinen Schutz gegen Masern haben. Dazu ist es nötig, dass die großen Impflücken, die besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen noch vorhanden sind, schnell geschlossen werden.

Genau diese Patienten werden daher jetzt in den Praxen der Allgemeinärzte und der Pädiater gezielt angesprochen. „In diesem Jahr gab es bereits größere Masernhäufungen in Berlin – jetzt breiten sich die Masern leider auch in Bayern wieder aus. Das ist nicht akzeptabel. Immer häufiger stecken sich ungeschützte Jugendliche und junge Erwachsenen an – genau da müssen wir jetzt ansetzen und bei diesen Menschen die Impfausweise überprüfen. Zwei Impfungen gegen Masern sind notwendig, um einen ausreichenden Schutz zu haben. Viele nach 1970 Geborene sind nur einmal oder gar nicht gegen Masern geimpft und können sich deshalb leicht anstecken“, warnt Dr. Dieter Geis, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV).

Pädiater und Allgemeinmediziner wollen gemeinsam Masern in Bayern eliminieren

Die Schuleingangsuntersuchungen zeigen zwar, dass die Impfquoten gegen Masern in den letzten Jahren deutlich angestiegen sind, bisher haben aber nur die 5-und 6-jährigen Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern die notwendige Impfquote von über 95% für beide Impfungen gegen Masern erreicht. Auch bei den Kindern im Schul- und Vorschulalter besteht daher noch Nachholbedarf. „Wir sind auf einem guten Weg. Fast 95% aller Kinder in Bayern haben mindestens eine und fast 90% auch die zweite Impfung gegen Masern bekommen. Es sollte uns bis zum Jahre 2015 gelingen, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebenen Impfziele zu erreichen.

Genau deshalb arbeiten die Hausärzte von Kindern und Erwachsenen jetzt eng zusammen, um möglichst flächendeckend die noch vorhandenen Impflücken zu schließen. Denn jeder Erwachsene, der sich infiziert, kann auch z.B. Säuglinge anstecken, die wir noch nicht impfen können. Und für diese kleinen Kinder können die Masern schwere Spätfolgen haben“, warnt Dr. Martin Lang, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, mit Hinweis auf eine chronische Maserngehirnentzündung, die nach Erkrankung im ersten Lebensjahr auftreten kann. „Die Impfaktion gegen Masern ist Teil einer gemeinsamen Initiative von Allgemeinärzten und Pädiatern in Bayern, um die hausärztliche Versorgung von Patienten im Freistaat zu stärken. In beiden Verbänden sind über 9.000 niedergelassene Mediziner organisiert, ohne die eine flächendeckende ärztliche Versorgung in Bayern undenkbar wäre. Und genau deshalb ist es notwendig, auch zukünftig in die hausärztliche Versorgung zu investieren“, mahnen beide Vorsitzende.

BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V.
www.kinderaerzte-im-netz.de

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