Matcha gilt längst nicht mehr nur bei Teeliebhabern als Geheimtipp, sondern hat sich zum weltweiten Trendgetränk entwickelt. Ob als klassischer Tee oder cremiger Matcha Latte – das fein gemahlene grüne Teepulver erfreut sich enormer Beliebtheit. Doch wie steht es um die Reinheit und Qualität der Produkte?
ÖKO-TEST hat 18 Bio-Matcha-Teepulver genauer unter die Lupe genommen. Das Gesamtergebnis ist weitgehend positiv, doch bei einigen Pulvern stießen die Tester auf bedenkliche Inhaltsstoffe wie Mineralölrückstände (MOSH) und Aluminium.
Die Testergebnisse im Überblick
Von den 18 getesteten Bio-Matcha-Produkten stammen 16 aus dem traditionellen Anbauland Japan und zwei aus China. Ausgerechnet die beiden chinesischen Teepulver schnitten im Laborvergleich am schlechtesten ab.
Problemstoff Aluminium: Natürlich angereichert, aber nicht ungefährlich
Laboranalysen zeigten in allen 18 getesteten Teepulvern Rückstände von Aluminium – der Großteil wies jedoch lediglich geringe Spuren auf.
Bei zwei Produkten stufte ÖKO-TEST den Aluminiumgehalt hingegen als „erhöht“ ein:
- Kollektiv Tee Matcha Bio Grüntee Pulver, Fairtrade
- Ahatee Bio Matcha Pulver
Warum gelangt Aluminium in den Tee? Teepflanzen besitzen die Eigenschaft, Aluminium auf natürlichem Wege über den Boden aufzunehmen und anzureichern, wenn sie auf entsprechenden Böden wachsen. Übermäßiger Aluminiumverzehr steht unter anderem im Verdacht, nierenschädigend zu wirken.
Mineralölrückstände (MOSH): Testverlierer „mangelhaft“
In insgesamt fünf Produkten kritisierte ÖKO-TEST den Nachweis von gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH). Diese Stoffe gelangen meist während der Ernte, Trocknung oder Verpackung in das Produkt. MOSH können sich im menschlichen Gewebe und in Organen anreichern – die gesundheitlichen Langzeitfolgen sind bislang noch unzureichend geklärt.
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Beim Ahatee Bio Matcha Pulver wurden die MOSH-Werte sogar als „stark erhöht“ bewertet. In Kombination mit den erhöhten Aluminiumwerten erhielt dieses Pulver die Gesamtnote „mangelhaft“ und bildete das Schlusslicht im Test.
Verbrauchertipp von ÖKO-TEST: Max. 1 Tasse pro Tag
Erfreulicherweise schneiden 13 von 18 Bio-Matcha-Tees mit der Note „gut“ ab und bieten für Teegenießer eine qualitativ hochwertige Auswahl.
Dennoch geben die Verbraucherschützer eine klare Empfehlung ab: Aufgrund des prinzipiell vorhandenen Aluminiums, das Teepflanzen natürlicherweise anreichern, sollten Liebhaber des grünen Pulvers nicht mehr als eine Tasse Matcha am Tag trinken.


















