Wenn im Herbst die Temperaturen sinken, nehmen Atemwegsinfektionen wieder zu. Grippeviren, Coronaviren und RSV können insbesondere für ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen problematisch werden. Auch Pneumokokken können schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Sepsis oder Hirnhautentzündung verursachen.
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit startet mit bundesweiter Kampagne „Zusammen geschützt“ in die kalte Jahreszeit und informiert über digitale Impf-Checks
Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, haben Atemwegsinfektionen Hochsaison: Grippeviren, Coronaviren, RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) und Pneumokokken-Bakterien verbreiten sich in der kalten Jahreszeit besonders leicht. Für ältere Menschen, chronisch Kranke und Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen stellen diese Erreger ein besonderes Risiko dar. In der Wintersaison 2025/26 gab es in der Bevölkerung rund 180 Millionen akute Atemwegserkrankungen – circa 429.000 Menschen wurden mit schweren akuten respiratorischen Infektionen in Kliniken behandelt, rund 22.700 von ihnen starben, so der aktuelle Saisonbericht des Robert Koch-Instituts (RKI).
Mit der Kampagne „Zusammen geschützt“ ruft das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gemeinsam mit dem RKI deshalb auch in diesem Herbst wieder zum rechtzeitigen Impfen auf. Ab Anfang Oktober 2026 sind die aktualisierten Plakate und Anzeigen der Kampagne „Zusammen geschützt“ bundesweit im öffentlichen Raum sowie in den Medien zu sehen.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Grippe, COVID-19, RSV- und Pneumokokken-Infektionen sind mehr als ein lästiger Infekt. Gerade bei älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen können die Erreger schwere und teilweise lebensbedrohliche Krankheitsverläufe verursachen und auch langfristig zu Komplikationen führen. Gezielte und rechtzeitige Impfungen bieten den besten Schutz. Mein Rat: Nutzen Sie unsere https://www.infektionsschutz.d
Zum Auftakt der Kampagne „Zusammen geschützt“ gibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) verständliche Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema Impfungen im Herbst.
Frage 1: „Warum ist die Pneumokokken-Impfung wichtig?“
Pneumokokken sind die häufigsten bakteriellen Erreger von Lungenentzündungen außerhalb des Krankenhauses. Sie können auch eine Sepsis (Blutvergiftung) oder Hirnhautentzündung (Meningitis) auslösen. Da Pneumokokken sehr verbreitet sind und besonders schwere Erkrankungen verursachen können, ist die Impfung gegen Pneumokokken für alle, die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben, wichtig. Die STIKO empfiehlt die Pneumokokken-Impfung allen Kindern bis 2 Jahre und Menschen ab 60 Jahren sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen oder beruflichem Risiko. Die Pneumokokken-Impfung kann gemeinsam mit anderen Impfungen im Herbst verabreicht werden.
Frage 2: „Wer braucht eine RSV-Impfung?“
Die STIKO empfiehlt allen Menschen ab 75 Jahren eine einmalige RSV-Impfung. Menschen zwischen 60 und 74 Jahren mit bestimmten schweren Grunderkrankungen sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sollten ebenfalls geimpft werden. Am besten erfolgt die Impfung vor Beginn der RSV-Saison im September oder Anfang Oktober. Neugeborene und Säuglinge sollten zum Schutz in der ersten RSV-Saison eine Prophylaxe mit einem Antikörper erhalten.
Frage 3: „Was ändert sich bei der Corona-Impfung?“
Die STIKO hat ihre Empfehlung im Juli 2026 angepasst. Die jährliche Auffrischimpfung wird nun allen Personen ab 75 Jahren empfohlen, bisher lag die Altersgrenze bei 60 Jahren. Die Empfehlung für gesunde Erwachsene, eine Basisimmunität aufzubauen, entfällt: Die meisten Erwachsenen sind durch Impfungen und durchgemachte Infektionen gut vor schweren Verläufen geschützt. Weiterhin gilt: Jährlich geimpft werden sollten unter anderem Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Schwangere bei einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung sowie bestimmtes medizinisches und pflegerisches Personal.
Frage 4: „Wann ist der beste Zeitpunkt für die Corona-Impfung?“
COVID-19 tritt wie viele andere Atemwegserkrankungen inzwischen vermehrt im Herbst und Winter auf. Die STIKO empfiehlt die Impfung deshalb möglichst zu Beginn der Saison im Spätsommer oder Frühherbst. Eine fehlende Impfung sollte möglichst rasch während der Saison nachgeholt werden. Wer ein gesundes Immunsystem hat und sich im Laufe des Jahres bereits angesteckt hat, kann in der Regel auf die Auffrischung verzichten.
Frage 5: „Warum sollte ich mich gerade jetzt impfen lassen?“
Zwischen Herbst und Frühjahr treten viele ansteckende Atemwegserkrankungen gehäuft auf. Dann halten sich viele Personen häufiger in geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen auf. Die Luft ist trockener, sodass sich Erreger leichter verbreiten. Bis der Impfschutz aufgebaut ist, dauert es etwa zwei Wochen. Deshalb ist es sinnvoll, sich rechtzeitig vor Beginn der Infektionswellen impfen zu lassen.
Frage 6: „Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen – und wann?“
Die STIKO empfiehlt die jährliche Grippeimpfung allen Menschen ab 60 Jahren, Menschen jeden Alters mit bestimmten Grunderkrankungen, Schwangeren, Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie medizinischem und pflegerischem Personal. Ein guter Zeitpunkt ist Oktober bis Mitte Dezember, doch auch später ist die Impfung noch sinnvoll.
Frage 7: „Schützen die Impfungen nur vor Atemwegserkrankungen?“
Nein, Impfungen können mehr. So gibt es Hinweise darauf, dass ein Zusammenhang zwischen Grippeerkrankungen und Herzinfarkten sowie Schlaganfällen besteht. Bei Vorliegen von anderen Risikofaktoren kann eine Grippe Herzinfarkte oder Schlaganfälle begünstigen. Das Risiko kann durch die Grippeimpfung gesenkt werden.
Frage 8: „Kann ich mehrere Impfungen an einem Termin bekommen?“
Ja, laut STIKO ist es bei entsprechender Empfehlung möglich am selben Termin gleichzeitig gegen Grippe, Corona, RSV oder Pneumokokken zu impfen. Welche Kombination sinnvoll ist, sollte im Gespräch mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt geklärt werden.
Frage 9: „Wo kann ich mich impfen lassen und wer übernimmt die Kosten?“
Anlaufstelle kann die hausärztliche bzw. kinderärztliche Praxis sein. Auch andere Fachärztinnen und Fachärzte sowie Betriebsärztinnen und Betriebsärzte dürfen impfen. Zudem bieten einige Apotheken Grippe- und COVID-19-Impfungen für Erwachsene an. Die Kosten für von der STIKO empfohlene Impfungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen und in der Regel auch die privaten Krankenversicherungen.
Frage 10: „Wie finde ich heraus, welche Impfungen ich brauche?“
Mit den https://www.infektionsschutz.d
Online-Impfchecks und weitere Materialien für Fachkräfte
Mit den https://www.infektionsschutz.d
Weitere Informationen
Auf der Seite http://www.infektionsschutz.de
Kostenlose Infomaterialien zu Atemwegsinfektionen:
https://shop.bioeg.de/themen/i
Quelle: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Internet: http://www.bioeg.de/

















