Jedes Jahr im Herbst stellt sich für Millionen von Menschen dieselbe Frage: Wann ist die Zeitumstellung auf die Winterzeit, und wird die Uhr eine Stunde vor- oder zurückgestellt?
Obwohl die sogenannte Winterzeit eigentlich die Mitteleuropäische Normalzeit (MEZ) ist, bringt der Wechsel Ende Oktober den gewohnten Tagesrhythmus kurzzeitig durcheinander.
Wann wird die Uhr auf Winterzeit umgestellt?
Die Umstellung auf die Normalzeit findet in ganz Europa immer am letzten Sonntag im Oktober statt.
In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 werden von 3:00 auf 2:00 Uhr auf die sogenannte Normalzeit zurückgestellt, die Nacht ist also eine Stunde länger. Schön könnte man meinen, aber vor allem für Eltern gibt es dann möglicherweise ein sehr frühes Erwachen, wenn die Kleinen gleich eine Stunde früher brüllen „Maaamaaaa Früüüühstück!!“. Kindern fällt die Umstellung nämlich besonders schwer. Sie wachen nicht nur zeitiger auf sondern werden früher müde.
Eltern können aber hier zumindest etwas vorbeugen und die Kleinen bereits einige Tage vorher immer etwas später ins Bett bringen und wenn möglich ein wenig später zu wecken. Alternativ könnte auch an den ersten Tagen der Mittagsschlaf ausfallen oder hinausgezögert werden, damit die Zeitumstellung besser gelingt.
Warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt?
Die Sommerzusammenstellung wurde in Deutschland 1980 mit dem Ziel eingeführt, durch die bessere Ausnutzung des Tageslichts Energie zu sparen. Kritiker und Studien zeigen jedoch seit Jahren, dass der Einspareffekt gering ist – während der abendliche Heizbedarf im kühleren Frühjahr und Herbst den Stromspareffekt im Sommer oft wieder ausgleicht.
Obwohl das Europäische Parlament bereits für eine Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt hat, konnten sich die EU-Mitgliedsstaaten bisher auf keine einheitliche Regelung einigen. Daher gilt der halbjährliche Wechsel vorerst weiterhin.
Auswirkungen auf den Körper: Der Mini-Jetlag
Obwohl wir im Herbst eine Stunde geschenkt bekommen, reagiert die innere Uhr mancher Menschen empfindlich auf die Verschiebung. Typische Symptome sind:
- Schlafstörungen oder frühes Erwachen
- Konzentrationsschwächen und Müdigkeit am Tag
- Leicht gereizte Stimmung
Tipps, um die Zeitumstellung gut zu überstehen:
- Schrittweise anpassen: Gehen Sie in den Tagen vor der Umstellung jeweils 15 Minuten später ins Bett.
- Tageslicht nutzen: Gehen Sie tagsüber an die frische Luft, um die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin zu fördern und dem „Winterblues“ vorzubeugen.
- Abendrituale anpassen: Verzicht auf schwere Mahlzeiten und künstliches blaues Bildschirmlicht vor dem Schlafen erleichtert das Einschlafen.
Hintergrund Sommerzeit
Die Sommerzeit ist die in den Sommermonaten meist um eine Stunde vorgestellte Uhrzeit einer Zeitzone. Die offizielle Bezeichnung für die umgangssprachliche Winterzeit lautet Normalzeit (engl. Standard Time). Auf der Südhalbkugel findet die Zeitumstellung entsprechend im Südsommer statt. International spricht man auch von Daylight Saving Time (DST).
In der Zone der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) ist Sommerzeit die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), auf englisch Central European Summer Time(CEST, britisch) oder Central European Daylight Saving Time (CEDT, CET DST, amerikanisch) oder auch Middle European Summer Time (MEST). Während MEZ der Ortszeit auf dem 15. östlichen Längengrad entspricht, auf dem beispielsweise Görlitz und Gmünd in Niederösterreich liegen, entspricht MESZ der Ortszeit auf dem 30. östlichen Längengrad, auf dem beispielsweise Sankt Petersburg liegt.
Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt jeweils am letzten Sonntag im März um 02:00 Uhr MEZ, indem die Stundenzählung um eine Stunde von 02:00 Uhr auf 03:00 Uhr vorgestellt wird. Sie endet jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 03:00 Uhr MESZ, indem die Stundenzählung um eine Stunde von 03:00 Uhr auf 02:00 Uhr zurückgestellt wird. Die Stunde von 02:00 Uhr bis 03:00 Uhr erscheint im Herbst also zweimal. Die erste Stunde (von 02:00 Uhr bis 03:00 Uhr MESZ) wird mit „2A“ und die zweite Stunde (von 02:00 Uhr bis 03:00 Uhr MEZ) mit „2B“ bezeichnet. Damit ist in der Nacht der Umstellung im Frühling beispielsweise der Zeitpunkt „06:00 Uhr“ schon fünf Stunden nach Mitternacht erreicht, in derjenigen im Herbst hingegen erst sieben Stunden nach Mitternacht. Es wird gewissermaßen die im Frühjahr „eingesparte“ Stunde im Herbst „zurückgegeben“.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sommerzeit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


















