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Sommerteint um jeden Preis? Warum Solarien ein Gesundheitsrisiko sind

Eine gebräunte Haut gilt für viele Menschen als attraktiv und sommerlich. Doch die Bräune aus dem Solarium ist kein Zeichen gesunder Haut. Sie entsteht als Reaktion auf ultraviolette (UV-)Strahlung, die die Hautzellen belastet und Schäden am Erbgut verursachen kann.

Besonders problematisch ist die intensive UVA-Strahlung, die tief in die Haut eindringt. Sie kann die Hautalterung beschleunigen und zur Entstehung von Pigmentflecken beitragen. UV-Strahlung erhöht außerdem das Risiko für Hautkrebs. Ein Solariumbesuch schützt auch nicht zuverlässig vor einem Sonnenbrand im Urlaub. 

Wer etwas Farbe bekommen möchte, kann stattdessen auf Selbstbräuner zurückgreifen. Diese färben die oberste Hautschicht, ohne die Haut gezielt UV-Strahlung auszusetzen. 

Wichtig jedoch: Selbstbräuner ersetzen keinen Sonnenschutz

Bräune aus dem Solarium wirkt attraktiv, kann aber die Haut schädigen und das Hautkrebsrisiko erhöhen

Das DEUTSCHE GRÜNE KREUZ klärt auf

Sommerteint um jeden Preis? Warum Solarien ein Gesundheitsrisiko sind

Ein sonnengebräunter Teint gilt für viele als Inbegriff von Gesundheit, Urlaub und Attraktivität. Wenn die Sonne fehlt oder der nächste Strandurlaub noch auf sich warten lässt, versprechen Solarien bequeme Abhilfe. Doch hinter der vermeintlich harmlosen Bräune verbirgt sich ein Gesundheitsrisiko, das viele unterschätzen.

Fachleute warnen seit Jahren eindringlich vor den Folgen künstlicher UV-Strahlung, denn jede Bestrahlung im Solarium belastet die Haut. Die UV-Strahlen in Solarien dringen tief in die Haut ein, greifen die Erbsubstanz der Hautzellen an und können so Veränderungen verursachen, die sich im Laufe der Zeit zu schwarzem Hautkrebs (sog. malignen Melanomen) entwickeln. So geht die Nutzung von Solarien laut Deutschem Ärzteblatt mit einem 3-fach erhöhten Risiko für das Auftreten von Melanomen einher. Besonders problematisch ist, dass die Hautschäden häufig zunächst unentdeckt bleiben und sich erst Jahre später bemerkbar machen.

Studien zeigen zudem, dass Menschen, die bereits vor dem 35. Lebensjahr regelmäßig Solarien nutzen, ein deutlich höheres Risiko für schwarzen Hautkrebs haben als Gleichaltrige, die darauf verzichten. Aus gutem Grund ist die Nutzung von Solarien für Minderjährige in Deutschland deshalb gesetzlich verboten.

Trotz dieser Erkenntnisse hält sich hartnäckig die Vorstellung, eine leichte Bräune sei gesund oder bereite die Haut optimal auf den Sommerurlaub vor. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die Bräunung ist eine natürliche Schutzreaktion der Haut auf bereits eingetretene UV-Schäden. Sie signalisiert, dass die Haut auf die Strahlung reagiert hat – nicht, dass sie gesünder geworden ist. Das vermehrt gebildete Hautpigment ersetzt weder Sonnencreme noch andere Schutzmaßnahmen.

Neben dem Krebsrisiko kommt es zu weiteren Schäden:

Regelmäßige UV-Bestrahlung beschleunigt den natürlichen Alterungsprozess der Haut. Falten entstehen früher, die Haut verliert an Spannkraft, und Pigmentflecken treten häufiger auf. Moderne Werbebegriffe wie „Smart Tanning“ oder „Bio-Solarium“ erwecken leicht den Eindruck, es gebe inzwischen schonende Formen künstlicher UV-Strahlung. Doch unabhängig von der Bezeichnung bleibt das gesundheitliche Risiko bestehen. Weniger intensiv bedeutet nicht automatisch ungefährlich. Der Wunsch nach gebräunter Haut ist nachvollziehbar – doch angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse erscheint der Preis dafür hoch.

Hautkrebs gehört weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen, wobei sich viele Fälle durch einen bewussten Umgang mit UV-Strahlung vermeiden ließen. Wer seine Haut langfristig gesund erhalten möchte, fährt deshalb besser ohne Solarium.

Artikelquellen:
https://www.krebshilfe.de
https://www.aerzteblatt.de

Quelle: DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e. V. 

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